Anhörung vor Ausschuss
Bernanke verteidigt Rettung von Bear Stearns

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat den Einsatz der Fed zur Rettung der taumelnden Investmentbank Bear Stearns verteidigt. Ein Konkurs hätte ernsthafte Folgen für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten gehabt, sagte Bernanke am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des amerikanischen Senats.

HB WASHINGTON. Eine Schadensbegrenzung wäre angesichts des weltweiten Drucks auf die Finanzmärkte und der heimischen Immobilienkrise dann kaum noch möglich gewesen.

Bei der Senatsanhörung ging es um die Frage, ob die öffentliche Finanzspritze zur Förderung des Verkaufs von Bear Stearns an JP Morgan Chase angemessen war. Dafür stellte die Fed bis zu 30 Mrd. Dollar (19,3 Mrd. Euro) bereit. Als prominentester Zeuge bei der Anhörung erklärte Bernanke, die Notwendigkeit dieser Rettungsaktion stehe unter wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten außer Frage.

Der Vorsitzendes den Bankenausschusses, Chistopher Dodd, fragte indessen, wie die Aufwendung von so viel Steuergeld für die Rettung einer Investmentbank gerechtfertigt sein könne, wenn der Durchschnittsbürger darum kämpfen müsse, seine Hypotheken noch bezahlen zu können. Bernanke erwiderte, ein Konkurs von Bear Stearns hätte sich unmittelbar auf die Bevölkerung ausgewirkt, da die Vergabe von Krediten dann noch schwieriger geworden wäre.

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