Anstieg basiert auf etwas besserer Stimmung in Bauindustrie und Einzelhandel
Weiter Wolken an europäischem Konjunkturhimmel

Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone hat sich im März nur minimal verbessert. Nach Ansicht von Analysten steigt nach den jüngsten Daten der Druck auf die EZB, die Zinsen weiter zu senken, um der schwächelnden Konjunktur auf die Sprünge zu helfen.

HB BRÜSSEL. Der Wirtschaftsklima-Index der EU-Kommission für März entsprach mit 96,0 Punkten den Erwartungen von Volkswirten und lag nur geringfügig über dem Vormonatswert von 95,9 Zählern. Der leichte Anstieg ging auf eine etwas bessere Stimmung in Bauindustrie und Einzelhandel zurück. Das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern in die wirtschaftliche Entwicklung des Währungsraums dagegen stagnierte auf dem Niveau von Februar. Die entsprechenden Teilindizes verharrten auf minus sieben beziehungsweise minus 14 Punkten. Einer separat erstellter Index der Kommission deutet sogar auf eine Eintrübung des Geschäftsklimas hin. Das Stimmungsbarometer fiel den zweiten Monat in Folge. Mit minus 0,1 (Februar: plus 0,01) Punkten liegt es auf dem tiefsten Stand seit fünf Monaten.

Das gedämpfte Konsumklima hält die Inflationsrate mit 1,6 % weiterhin auf dem niedrigsten Niveau seit November 1999, wie vorläufige Berechnungen des Europäischen Statistikamts zeigen. Die EZB sieht Preisstabilität bei einer Jahresteuerung von nahe unter zwei Prozent gewährleistet.

Die Zahlen zum Wirtschaftsklima signalisieren wie andere Konjunkturdaten der vergangenen Wochen, dass die ohnehin nur moderate konjunkturelle Belebung in der Euro-Zone wieder an Schwung verloren hat. „Dies wird den Druck auf die EZB erhöhen, die Zinsen zu senken“, sagte Ken Wattret, Volkswirt bei BNP Paribas in London. Bei der EZB-Ratssitzung am Donnerstag werden die Währungshüter seiner Einschätzung zufolge allerdings noch nicht handeln. Eine Senkung des Leitzinses von derzeit 2,00 % um 50 Basispunkte im Juni oder schon bereits im Mai sei wahrscheinlicher.

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