Anstieg der Arbeitslosenquote
US-Arbeitsmarkt schürt Hoffnungen auf Zinspause

In den USA sind im Juli deutlich weniger neue Stellen geschaffen worden als erwartet.

HB WASHINGTON. Auch ein unerwarteter Anstieg der Arbeitslosenquote schürte am Finanzmarkt die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche auf eine weitere Zinserhöhung verzichtet.

Die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft legte im vergangenen Monat um 113 000 zu nach plus 124 000 im Vormonat, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten jedoch mit 142 000 neuen Stellen gerechnet. Die auf einer anderen Erhebung basierende Arbeitslosenquote kletterte im Juli unerwartet auf 4,8 von 4,6 Prozent.

Dies war die höchste Arbeitslosenquote seit Dezember 2005 und zugleich der deutlichste Anstieg dieser Quote seit Oktober 2001. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,07 Dollar auf 16,76 Dollar, während Ökonomen einen Zuwachs um 0,05 Dollar auf 16,75 Dollar erwartet hatten. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit verharrte auf dem Vormonatsstand von 33,9 Stunden.

Die neuen Daten waren angesichts der Fed-Sitzung in der kommenden Woche diesmal mit besonderer Spannung erwartet worden. Der Dax verdoppelte binnen weniger Minuten seine Gewinne und notierte mit 1,4 Prozent im Plus bei 5721 Punkte. Der Dollar gab auf breiter Front nach, so dass der Euro auf 1,2875 Dollar von 1,2800 Dollar stieg. Der für die europäischen Rentenmärkte richtungweisende Bund-Future kletterte um bis 41 Ticks 116,71 Punkte und weitete damit ebenfalls seine Gewinne aus.

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