Arbeitsagentur
Arbeitslosenzahl steigt auf 3,138 Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat sich im Februar nur minimal um 2000 auf knapp 3,14 Millionen erhöht. Damit fiel der Anstieg geringer aus als in einem Februar üblich. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert.
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NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar um 2000 auf 3.138.000 gestiegen. Das sind 18.000 weniger als vor einem Jahr. Damit fiel der Anstieg geringer aus als in einem Februar üblich, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 7,3 Prozent.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise erklärte, der Arbeitsmarkt habe sich günstig entwickelt. Von der sich abzeichnenden Entspannung profitieren zunehmend auch Arbeitslose. Diese Entwicklung sei bereits erkennbar, sagte Weise. Zugleich dämpfte er allzu hohe Erwartungen. „Das ist noch nicht die Trendwende, die Hunderttausenden Arbeit gibt. Sondern es handelt sich noch um kleine Zahlen, die in die richtige Richtung gehen.“


Gestützt werde seine Einschätzung aber von der wachsenden Zuversicht in den örtlichen Arbeitsagenturen. Auch die Zahl der Stellenangebote sei weiterhin groß, sagte Weise. Er gehe zudem davon aus, dass das vergrößerte Angebot an beruflichen Ausbildungsgängen für Arbeitslose schon bald Früchte tragen werde. In den vergangenen eineinhalb Jahren waren viele neu geschaffene Stellen an Zuwanderer oder aus der Elternzeit zurückkehrende Bewerber gegangen, weil es Arbeitslosen häufig an der erforderlichen Qualifikation gefehlt hatte.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) setzt auf eine weiter steigende Beschäftigung in Deutschland. „Die Entwicklung ist für einen Februar sehr erfreulich. Das wichtigste Signal für mich ist: Die Erwerbstätigkeit steigt im Vergleich zum Vorjahr weiter an – um fast 300.000“, sagte Nahles am Donnerstag in Berlin. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sei im Februar in mindestens dem gleichen Umfang gewachsen. „Wir gehen miteinander in ein gutes Frühjahr.“

Die Ministerin will nach ihren Worten „weiter dafür sorgen, dass auch die Menschen eine solche Perspektive finden, die schon lange vergeblich nach Arbeit suchen“. Deren Zahl sei zuletzt zwar leicht zurückgegangen, mit etwa einer Million aber „immer noch deutlich zu hoch“. Langzeitarbeitslose sollen nach Nahles Worten vor allem mit EU-Fördermitteln in Beschäftigung gebracht werden.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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  • Ich bin dieses Jahr auch in Rente gegangen, frühzeitig. Die Verhältnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind zu menschenfeindlich, angeführt durch eine gierige, ausser rand und Band geratene deutsche Unternehmerschaft, der das Wort "Ethik" ein Gräuel ist.

    Bin also auch nicht mehr arbeitslos, mit 54.

    Lese ich also, dass ein "Jobaufschwung" bevorsteht, tut es mir für viele Arbeitslose leid, ja, leid!

    Die Jobs, die entstehen, bewegen sich zu 70% im Niedriglohnbereich it schlimmen Arbeitsbedingungen und schlechter Entlohnung. Diese Stellen sollte es überhaupt nicht geben.

    Der "Jobaufschwung" ist in Wahrheit also ein Massenverelendungsprogramm für Arbeitslose und Arbeitnehmer und steigert die Unternehmergewinne ins masslose.

    Dann lieber 4 Mio Arbeitslose, aber anständige Jobs, als so etwas wie zurzeit.

  • @Kartenhaus
    Sie haben vollkommen Recht. Diese Arbeitslosenzahlen sind vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und des milden Winter um mind. 3 Millionen zu hoch.
    Wie schön, dass die Regierung soviel Zeit hat, sich mit Statistiken und Rhetorik zu beschäftigen. In schelchten Zeiten sind Statistiker und Rhetorikkünster für eine Regierungspolitik "Gold" wert.

  • Die Temperaturen lassen trotzdem gewisse Arbeiten nicht ausführen, insbesondere, wenn man frostfreie Nächte nicht garantieren kann. Ein Handwerker oder Landwirt würde sich nie auf dieses Abenteuer einlassen. Es braucht letztendlich keinen Schnee, die Ungewissheit reicht schon.

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