Arbeitslosenzahlen und Erzeugerpreise
US-Konjunkturdaten wieder unerfreulich

Die Wirtschaft in den USA liegt weiter am Boden: Der vielbeachtete Philly-Fed-Index ist im Februar eingebrochen. Zudem fiel die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche etwas höher aus als erwartet und die US-Erzeugerpreise stiegen im Januar deutlich stärker als angenommen.

HB PHILADELPHIA/WASHINGTON. In den USA hat sich die Wirtschaftsaktivität im Februar deutlich stärker als von Experten erwartet verschlechtert. Der entsprechende Index der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) sei von minus 24,3 Punkten im Vormonat auf minus 41,3 Zähler eingebrochen, teilte das Institut am Donnerstag mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf minus 25,0 Punkte gerechnet.

Der Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über Null Punkten deutet auf eine Expansion der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter Null signalisiert einen Rückgang.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe habe im Vergleich zur Vorwoche bei 627 000 Anträgen stagniert, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit 620 000 Anträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde auf 627 000 von bisher 623 000 nach oben revidiert. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt kletterte die Zahl der Erstanträge auf 619 000 von revidiert 608 500.

Im gesamten Februar dürfte es erneut zu einem erheblichen Arbeitsplatzabbau um rund 500 000 Stellen kommen, hieß es in einem Kurzkommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Auch ein nochmaliger Anstieg der Arbeitslosenquote zeichne sich ab.

Die US-Erzeugerpreise stiegen im Januar deutlich stärker als erwartet. Die Preise seien um 0,8 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte ebenfalls das US-Arbeitsministerium mit. Volkswirte hatten hingegen nur mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet. Im Dezember waren die Preise noch um 1,9 Prozent gesunken. Zum entsprechenden Vorjahresmonat sanken die Erzeugerpreise im Januar um 1,0 Prozent. Dies ist der stärkste Rückgang seit Oktober 2006.

Ohne Berücksichtigung von Lebensmitteln und Energie (Kernrate) stiegen die Preise ebenfalls stärker als erwartet. Zum Vormonat kletterten sie um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten indes ein Plus von 0,1 Prozent erwartet. Im Dezember waren sie noch um 0,2 Prozent gestiegen. Zum Vorjahr stieg die Kernrate im Januar um 4,2 Prozent.

Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung zwar nicht direkt, schlagen aber erfahrungsgemäß mit einiger Verzögerung teilweise auf die Verbraucherpreise durch.

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