Arbeitsmarkt Bernanke sieht in US-Jobkrise „ernsthaftes“ Problem

US-Notenbank-Chef Ben Bernanke hat vor den Folgen einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit gewarnt. Sollte diese auf dem aktuellen Niveau bleiben, werde dies zu „sehr ernsthaften ökonomischen und sozialen Konsequenzen“ führen, sagte Bernanke am Dienstag (Ortszeit) auf einer Veranstaltung der Universität von Ohio.
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Ben Bernanke: "Neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, ist von unglaublicher Bedeutung.“ Quelle: Reuters

Ben Bernanke: "Neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, ist von unglaublicher Bedeutung.“

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HB NEW YORK. Betriebe und private Haushalte zögerten mit Investitionen und Konsum, weil sie über ihre künftigen Einkommen unsicher seien. „Neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, ist daher von unglaublicher Bedeutung“, mahnte Bernanke. Zur Geldpolitik äußerte er sich nicht konkret.

Nach der Rezession wächst die US-Wirtschaft zwar wieder, aber die Arbeitslosigkeit verharrt bei für die Vereinigten Staaten ungewöhnlich hohen knapp zehn Prozent. Dies hatte maßgeblich zu den Verlusten der Demokraten von Präsident Barack Obama bei der Kongresswahl Anfang November beigetragen. Um die Konjunktur anzukurbeln, hatte die US-Notenbank (Fed)zuletzt weitere Geldspritzen von 600 Milliarden Dollar beschlossen. Dies soll die Wirtschaft mit billigem Geld versorgen und damit Investitionsanreize schaffen.

Dessen ungeachtet blicken deutsche Unternehmen in den USA einer Studie zufolge recht optimistisch in die Zukunft - trotz der derzeit trüben amerikanischen Konjunktur. Mehr als 90 Prozent sehen sich im kommenden Jahr auf Wachstumskurs, und fast zwei Drittel wollen deshalb sogar mehr Beschäftigte einstellen. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage der Deutsch-Amerikanischen Handelskammern hervor, die am Dienstag in New York vorgelegt wurde.

Schon dieses Jahr lief trotz aller enttäuschenden US- Konjunkturmeldungen recht gut. Zwei Drittel der Firmen berichtete über bessere oder viel bessere Geschäfte als im Vorjahr. „Spürbare Umsatzsteigerungen in 2010 sorgen unter den Tochtergesellschaften deutscher Firmen in den USA für Aufbruchstimmung“, heißt es in der Studie. „Die Zeichen stehen auf Wachstum.“

Nicht nur für sich selbst, auch für die größte Volkswirtschaft der Welt sehen deutsche Unternehmen ganz klar Licht am Ende des Tunnels. Mehr als zwei Drittel der Firmen glaubten nicht, dass weitere Konjunkturpakete nötig seien, um die US-Wirtschaft zu stützen. Die Unternehmen rechnen mit einem moderaten Wachstum der US- Volkswirtschaft zwischen einem und drei Prozent.

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