Arbeitsmarkt
Immer weniger Stellen für Jobsuchende

Das Jobangebot ist in Deutschland im dritten Quartal geschrumpft – in machen Branchen um bis zu 60 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Doch der Rückgang trifft nur Westdeutschland.
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HB NÜRNBERG. Laut IAB wurden 832 000 freie Arbeitsplätze gemeldet. Das waren 166 000 oder fast 17 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Auch im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 sank das Jobangebot: Damals waren noch 897 000 Arbeitsplätze frei. „Der Rückgang bei den offenen Stellen fand ausschließlich in Westdeutschland statt“, hieß es bei dem zur Bundesagentur für Arbeit gehörenden Institut. Der Westen spüre die Wirtschaftskrise stärker als der Osten. Der ostdeutsche Arbeitsmarkt sei bislang bemerkenswert stabil, betonte IAB-Autorin Anja Kettner. Das Institut führt dies auf die weniger exportabhängige ostdeutsche Wirtschaft zurück.

Am stärksten abgenommen habe die Zahl der offenen Stellen in den Branchen Metall, Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeuge. Hier seien bundesweit 60 Prozent weniger Jobs ausgeschrieben worden als im vergleichbaren Vorjahresquartal, heißt es in der Studie. Deutliche Zuwächse habe es dagegen bei den sozialen Dienstleistungen und am Bau gegeben. „Im Baubereich wirken sich die Konjunkturprogramme der Bundesregierung aus“, sagte Kettner.

Das IAB erfasst nach eigenen Angaben viermal im Jahr das gesamte Stellenangebot, also auch Jobs, die nicht bei den Arbeitsagenturen gemeldet werden. Dazu wurden im dritten Quartal 8 000 Arbeitgeber befragt.

Kommentare zu " Arbeitsmarkt: Immer weniger Stellen für Jobsuchende"

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  • Das wird sich auch nicht viel mehr ändern.Zumindest ist es mir nicht aufgefallen das hier irgendwo auch nur der Hauch von Mangel herrscht.Man braucht halt nicht mehr all die Arbeitslosen.832 000, dagegen millionen von Suchenden.

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