Arbeitsmarkt
US-Wirtschaft schafft mehr Jobs

Trotz einer überraschend hohen Zahl von neuen Stellen ist die Arbeitslosenquote in den USA gestiegen. Der Anstieg ist allerdings erwartet worden. Den Zahlen kommt wegen der anstehenden Wahl eine besondere Bedeutung zu.
  • 6

Washington/BrüsselDie jüngsten Zahlen vom Arbeitsmarkt können US-Präsident Barack Obama hoffen lassen. Die Arbeitslosenrate stieg zwar im Oktober leicht auf 7,9 Prozent, in der Wirtschaft wurden aber zugleich mit 171.000 neuen Jobs mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Die vier Tage vor der Wahl veröffentlichten Zahlen waren die letzte Momentaufnahme zur Situation der US-Wirtschaft vor der Wahl - sie könnten in dem engen Rennen zwischen Obama und seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney mitentscheidend sein.

Die wirtschaftliche Lage war eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf. Romney hatte Obama vorgeworfen, nicht genug für die Belebung der Wirtschaft getan zu haben. Im vergangenen Monat konnte Obama aber schon einen kleinen Erfolg verbuchen, als die Arbeitslosenrate von 8,2 auf 7,8 Prozent sank. Diesmal reichten aber auch mehr als 170.000 neu geschaffene Jobs nicht aus, um die Zahl weiter zu drücken, was an der gestiegenen Erwerbsbevölkerung lag. Tatsächlich lag die Zahl der neuen Jobs über den Erwartungen. Damit scheint sich zu bestätigen, dass der Arbeitsmarkt in den USA wieder in Schwung kommt. Für Obama wären das gute Nachrichten.

Damit geht der Trend in den USA in eine andere Richtung als in Europa. In der Eurozone ist die Zahl der Erwerbslosen auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Fast 18,5 Millionen Menschen waren im September in den 17 Euro-Ländern ohne Job, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Das entspricht einem Rekordhoch von 11,6 Prozent nach 11,5 Prozent im Vormonat. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote in der Eurozone noch bei 10,3 Prozent gelegen.

In dem von einer Wirtschafts- und Schuldenkrise erschütterten Spanien haben insbesondere die Jüngeren immer schlechtere Jobperspektiven: Die Jugendarbeitslosigkeit kletterte auf eine Quote von 54,2 Prozent. In Frankreich ist mehr als jeder vierte junge Bürger unter 25 Jahren ohne Arbeit, während es hierzulande nur acht Prozent sind. Insgesamt waren in den 17 Staaten der Euro-Zone im Vormonat 18,49 Millionen Menschen ohne Job. In der Europäischen Union erhöhte sich die Zahl auf 25,7 Millionen.

Monatliche Arbeitslosenquote in den USA (saisonbereinigt)

Arbeitslosenquote von Januar 2012 bis Januar 2013

(saisonbereinigt), in Prozent


"Das sind positive Daten", sagte Ökonom Fabian Eliasson von der Mizuho Corporate Bank. "Das Beschäftigungsniveau ist zwar noch vergleichsweise niedrig. Aber der Aufwärtstrend dürfte der Regierung vor den Wahlen nützen." Der Stellenzuwachs sei allerdings noch nicht stark genug, um die Arbeitslosenquote nachhaltig zu drücken, meint Kathy Jones vom Brokerhaus Charles Schwab. Dazu müssten monatlich doppelt so viele Jobs geschaffen werden.

Nach der Pause wegen des Supersturms Sandy waren beide Kandidaten wieder voll im Wahlkampfmodus und versuchten in den letzten Tagen vor allem in den wenigen wahlentscheidenden Staaten, den sogenannten "Swing States", die noch unentschlossenen Wähler auf ihre Seite zu ziehen.

Seite 1:

US-Wirtschaft schafft mehr Jobs

Seite 2:

Bloomberg unterstützt Obama

Kommentare zu " Arbeitsmarkt: US-Wirtschaft schafft mehr Jobs"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Mehr Jobs geschafft, aber Arbeitslosenzahl gestiegen!!!
    Das ist Affenmathematik.. Da wird überall getrickst und geschönt, daß sich die Balken biegen..
    Man fand Bush unheimlich gefährlich, was ja auch richtig ist, aber der sogenannte Friedensnobespreistäger Osabama, der nicht nur Kriege führt (Afganistan, Syberkrieg gegen Iran), sondern mehr Oppositionen in Afrikanischen Ländern unterstützt, und Länder wie die Türkei dazu benutzt (massiv mit Milliarden Dollars), Krieg zu führen (gegen Syrien, gegebenfalls sogar gegen Iran), ist wesentlich gefährlicher, denn dieser "Mensch" macht alles (im Gegensatz zu Bush) hinterrücks und heimlich.. Auch das Geld drucken kann nicht gut gehen, dieser "mensch" hat seit seiner Amtszeit die Schulden der USA verdoppelt, indem er zugelassen hat daß nur Geld gedruckt wird.. Na gut dann wird morgen in einem Schuldenstaat (z.B. Griechenland) einer gewählt, der 1000 Gelddruckmaschinen kauft, und mit Hilfe dieser Maschinen innerhalb einer Stunde schuldenfrei wird..
    Osamabame hat seine Aufgabe als Amerikanischer Präsident verkannt, er sollte sich umgehend in seine Bananenrepublik begeben, da kann er alles tun und lassen was er will..

  • LaRouche Movement - konstruktiver Demokrat und progressives Tea Party Mitglied gegen Freihandel und für Protektionismus...

    http://www.larouchepac.com

    Michael C. Rupperts Peak Oil Blog

    http://www.fromthewilderness.com

  • Die wahren Zahlen

    http://theeconomiccollapseblog.com/archives/the-u-s-economy-by-the-numbers-70-facts-that-barack-obama-does-not-want-you-to-see

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%