Arbeitsmarkt
USA: Doch nicht so viele Jobs weg

In den USA hat sich die Talfahrt auf dem Arbeitsmarkt überraschend deutlich verlangsamt. Im April wurden deutlich weniger Stellen abgebaut als erwartet. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 8,9 Prozent allerdings das höchste Niveau seit 1983.

HB WASHINGTON. Insgesamt fielen 539 000 Jobs weg, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Im Vormonat waren es noch 699 000. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Minus von 590 000 erwartet. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 8,9 Prozent allerdings das höchste Niveau seit 1983.

Im April fielen die meisten Stellen bei den Dienstleistern weg. Hier wurden 269 000 Jobs gestrichen - im Vormonat waren es noch 381 000 gewesen. In der Industrie wurden 149 000 Stellen abgebaut.

Seit Beginn der Rezession Ende 2007 sind bereits 5,7 Mio. Jobs in den Vereinigten Staaten weggefallen. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist entscheidend für die Konsumausgaben, die wiederum rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA ausmachen.

Insgesamt sei in den kommenden Monaten mit einem geringen Beschäftigungsabbau pro Monat als in den letzten Monaten zu rechnen, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der Landesbank Baden-Württemberg. Dennoch dürfte der Stellenabbau in den USA zunächst weitergehen. Im April seien weniger Stellen abgebaut worden als erwartet. Allerdings wurden auch die Werte der beiden Vormonate nach unten revidiert. Darüber hinaus sei der Stellenabbau im April durch einen deutliche Beschäftigungsaufbau im Staatssektor gedämpft worden.

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