Arbeitsmarktbericht
US-Firmen schaffen überraschend wenig Stellen

Der US-Arbeitsmarkt hat einen Dämpfer hinnehmen müssen: Im März stieg die Zahl der neuen Jobs der privaten Arbeitsvermittlung ADP zufolge um 158.000 – und damit so gering wie seit Oktober nicht mehr.
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New YorkDie US-Firmen haben im Monat März überraschend wenig Stellen geschaffen. Zu diesem Ergebnis kommt der Arbeitsmarktbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Zahl der neuen Jobs stieg der privaten Arbeitsvermittlung ADP zufolge um 158.000 und damit so gering wie seit Oktober nicht mehr. Von Reuters befragte Experten hatten mit 200.000 gerechnet. Im Februar entstanden jedoch korrigierten Angaben zufolge in der Privatwirtschaft 237.000 neue Stellen – 39.000 mehr als zunächst angenommen.

„Die Erholung des Arbeitsmarktes setzt sich ungeachtet des leicht enttäuschenden Wertes fort“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der Regierung zeichne sich „aber kein positives Überraschungspotenzial“ ab. Für die am Freitag anstehenden Daten sagen Experten ein Plus von 200.000 neuen Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft im März voraus.

Die Wall Street hat trotz eines enttäuschenden Berichts kaum verändert eröffnet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel in den ersten Minuten 0,11 Prozent auf 14.646 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 gab um 0,17 Prozent auf 1567 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 3258 Punkte. „Der Markt geht auch nach den Daten davon aus, dass sich die Konjunktur erholt“, sagte Wayne Kaufmann vom Finanzdienstleister John Thomas. Investoren rechnen damit, dass sich die Bewegungen an den Aktienmärkten vor der Veröffentlichung der offiziellen Arbeitslosenstatistik am Freitag in Grenzen halten.

Auch die US-Dienstleister haben im März etwas von ihrem Schwung eingebüßt. Das Barometer für den Sektor sank um 1,6 auf 54,4 Punkte, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Dies ist der tiefste Stand seit August. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem leichten Rückgang auf 55,8 Zähler gerechnet. Immerhin: Werte über 50 Punkte signalisieren Wachstum. Unter anderem wuchsen die Aufträge im Service-Sektor und das Exportgeschäft langsamer als zuletzt. Zum Vergleich: Die Dienstleister in der Euro-Zone hatten zuletzt ihre Talfahrt beschleunigt. Ihr Barometer lag deutlich unter der 50-Zähler-Marke.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • So sieht der "Wirtschaftsaufschwung" in den USA aus.
    http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/konjunkturdaten-us-wirtschaft-waechst-schneller-als-angenommen/8000158.html

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