Arbeitsmarktdaten
Belebung am US-Jobmarkt

In den USA haben die Unternehmen im September mehr Stellen geschaffen als erwartet. Allerdings liegt die Arbeitslosenquote nach wie vor auf sehr hohem Niveau.
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WashingtonDie Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich unerwartet deutlich aufgehellt und damit die ärgsten Rezessionssorgen gedämpft. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im September um 103.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten zeigten sich von dem kräftigen Stellenplus überrascht, hatten sie doch lediglich 60.000 zusätzliche Jobs erwartet . Zudem wurden in den beiden Vormonaten fast 100.000 Jobs mehr aufgebaut als ursprünglich angenommen.

Im September stiegen außerdem die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,2 Prozent. Vor allem die Privat-Wirtschaft stellte Personal ein: Die Firmen stockten ihre Belegschaften um 137.000 Mitarbeiter auf. Im Vormonat war der Jobaufbau hingegen mit 42.000 Stellen relativ mager ausgefallen. Erneut setzte allerdings der Staat im Kampf gegen die Schuldenprobleme des Landes beim Personal den Rotstift an und baute unter dem Strich 34.000 Arbeitsplätze ab.

Insgesamt reichte der Arbeitsplatzzuwachs im September nicht aus, um die in einer separaten Haushaltsbefragung ermittelte Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent zu drücken. Der US-Chefökonom von Swiss Re, Kurt Karl, sieht die Daten jedoch als Hoffnungszeichen: „Wenn es so weitergeht, können wir eine Rezession sicherlich vermeiden.“ Für das dritte Quartal wird ein Wirtschaftswachstum von aufs Jahr hochgerechnet mehr als zwei Prozent erwartet, nachdem in den Monaten von April bis Juni nur ein Plus von 1,3 Prozent heraussprang. Doch auch die erwartete Belebung wird voraussichtlich nicht ausreichen, um die hohe Arbeitslosigkeit rasch abzubauen. Einer Faustregel zufolge muss die weltgrößte Volkswirtschaft um mindestens 2,5 Prozent wachsen und Monat für Monat rund 150.000 neue Stellen schaffen, um die Jobmisere zu beenden.

Zuletzt mehrten sich jedoch die Stimmen, die vor den Folgen der Schuldenkrise in Europa auf die US-Wirtschaft warnten. Laut Fed-Chef Ben Bernanke steht die US-Notenbank Gewehr bei Fuß, um der Wirtschaft bei Bedarf mit neuen Milliardenspritzen unter die Arme zu greifen. Ökonom Rob Carnell von ING geht davon aus, dass die Fed schon bald handeln wird: „Von einem robusten Arbeitsmarkt sind wir noch weit entfernt. Die Fed wird wahrscheinlich nach ihrer Zinssitzung am 2. November eine weitere Runde ihrer unkonventionellen Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik einläuten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • WHITES AREN’T WELCOME IN AMERICA ANY LONGER !!! WE DON’T NEED YOU ANYMORE !!! OUT OF AMERICA WITH WHITES NOW !!! Make sure to play video from beginning(truth hurts - self elected governments) !!!

    http://www.youtube.com/watch?v=_xGfYOAydjw OR http://www.youtube.com/user/BostjanAvsec <== OBAMA'S HEALTH CARE RECORDED LIVE IN 2009(warning - with extreme prejudice against white race or just for being white and of German origin... I am not responsible for possible insomnia due to Obama/Bush's twilight zone administration). Just in case http://www.dailymotion.com/video/xleq3o

  • Dr. Norbert Leineweber
    Das was zur Euphorie gereicht, ist beim näheren Hinsehen ein Desaster. Man muss sich die original Statistik ansehen. 45.000 Jobs kommen aus education/healthcare. Das geht in dem Stil seit zwei Jahren. Die Hälfte aller neuen Jobs kommt vom Gesundheitswesen, das dem Rest der Wwirtschaft auf der Tasche liegt. Wenn man sich dann bloomberg, cbsmarketwatch usw. ansieht, muss man eine absolute paranoia feststellen. Die wird dann an der Börse auch gefeiert. Aktien, Gold und Euro samt Öl steigen, weil das Gesundsheitswesen explodiert. Super Zockerei. Alles von extrem dummen Investmentbankern gesteuert. Und alle machen mit.

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