Arbeitsmarktentwicklung
In Portugal gibt es wieder mehr Jobs

Junge, motivierte Menschen, die den Job verlieren, ihre Miete nicht mehr zahlen können und zu ihren Eltern ziehen müssen: So sah die Lage in Portugal in den vergangenen Jahren aus. Nun scheint der Abwärtstrend gestoppt.
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LissabonPortugal macht immer größere Fortschritte beim Abbau der Massenarbeitslosigkeit. Die Erwerbslosenquote fiel in den Monaten April bis Juni auf 13,9 Prozent, wie das Nationale Statistikamt am Dienstag mitteilte. Damit sinkt die Quote nunmehr schon fünf Quartale in Folge. In den ersten drei Monaten waren es noch 15,1 Prozent und vor Jahresfrist sogar 16,4 Prozent Arbeitslose - ein Rekordwert in Zeiten der tiefsten Rezession seit den 1970er-Jahren.

Das südeuropäische Land war 2011 mit einem Hilfspaket von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) im Volumen von 78 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt worden. Nach Jahren schrumpfender Wirtschaftsleistung ist es mittlerweile wieder auf Wachstumskurs. Für 2014 wird ein Plus von 1,2 Prozent erwartet.

Einen Rückschlag auf dem Weg zur Stabilität hat es zuletzt allerdings in der Finanzbranche gegeben: Das ins Trudeln geratene Institut Espirito Santo (BES) musste vom Staat mit fast fünf Milliarden Euro aufgefangen werden. Portugal nimmt dafür insgesamt 4,4 Milliarden Euro in die Hand, um einen Abwicklungsfonds aufzustocken. Das Geld stammt aus einem noch mit 6,4 Milliarden Euro gefüllten Topf, den EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) im Zuge der Rettungsaktion für Portugal für Bankenhilfen zur Verfügung gestellt hatten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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