Artbeitslosenquote auf sechs Prozent gesunken
US-Jobmaschine läuft wie geschmiert

Das robuste Wirtschaftswachstum in den USA zeigt erstmals markante Wirkung auf dem Arbeitsmarkt: Im Oktober wurden 126 000 neue Arbeitsplätze geschaffen, doppelt so viele wie von Experten erwartet und damit so stark wie seit Januar nicht mehr. Damit sank die Arbeitslosenquote von 6,1 im September auf 6 %, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Das war das niedrigste Niveau seit April. Die neuen Jobs wurden praktisch ausschließlich in der Dienstleistungsbranche geschaffen.

HB WASHINGTON. Nach Bekanntgabe der Zahlen legten die US-Aktien ebenso wie der Deutsche Aktienindex zu. Auch der Dollar profitierte. Analysten waren von einer unveränderten Arbeitslosenquote ausgegangen.

Es war der 3. Monat in Folge, in dem die Gesamtzahl der Arbeitsplätze wuchs. Im 3. Quartal stiegen die Verbraucherausgaben so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr, und Unternehmensinvestitionen legten so stark zu wie seit Anfang 2000 nicht mehr. Die US-Wirtschaft war im 3. Quartal auf hochgerechneter Jahresrate und nach vorläufiger Schätzung um 7,2 % gewachsen. Es war die höchste Zuwachsrate seit 19 Jahren. Im letzten Quartal des Jahres wird mit plus vier Prozent gerechnet.

Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums stieg die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft im vergangenen Monat um 126 000 nach einem nach oben revidierten Anstieg um 125 000 im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt mit einem Stellenplus von lediglich 58 000 gerechnet.

Die neuen Werte dürften Präsident George W. Bushs Kritikern einigen Wind aus den Segeln nehmen. Die Demokraten haben ihm mehrfach den Verlust von mehr als 2,6 Mill. Arbeitsplätzen seit Amtsantritt vorgehalten. Sie kritisierten bislang, dass auch die massiven Steuersenkungen nicht genügend Nachfrageschub und damit neue Arbeitsplätze geschaffen hätten.

„Alle Anzeichen eines Aufschwungs kommen zusammen“, sagte der Chefvolkswirt des Analyse-Instituts Wrightson ICAP in Jersey City der Agentur Bloomberg. „Alle Ressourcen werden ziemlich schnell aufgebraucht, das führt zu größerer Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt.“

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