Auch Inflationsrate geht zurück
Chinas Wirtschaftswachstum schwächt sich ab

Das Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik China hat sich im dritten Quartal weiter verlangsamt.

HB PEKING. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit siebtgrößten Volkswirtschaft stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 Prozent nach 9,6 Prozent im zweiten Quartal und 9,8 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres, wie das staatliche Statistikbüro am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt ein etwas geringeres Wachstum von 9,0 Prozent erwartet.

Volkswirte sehen in den jüngsten Daten weitere Anzeichen dafür, dass die von der Regierung zur Verhinderung einer Konjunkturüberhitzung eingeleiteten Maßnahmen wie die Dämpfung der Investitionen und Kreditaufnahme griffen.

Als besonders günstige Entwicklung wurde von Volkswirten der Rückgang der Inflationsrate im September auf 5,2 Prozent von 5,3 Prozent in den vorangegangenen zwei Monaten genannt. Nach Einschätzung von Analysten wäre es aber noch zu früh, die Wirtschaftspolitik zu lockern. Sie wiesen darauf hin, dass sich der Anstieg der Industrieproduktion im September im Vorjahresvergleich auf 16,1 Prozent von 15,9 Prozent im August beschleunigt habe, während Analysten eine Verlangsamung auf 15,4 Prozent erwartet hatten. „Die Verlangsamung des BIP-Anstiegs ist nicht dramatisch, deswegen sollte am Kurs der straffen (Wirtschafts) Politik festgehalten werden“, sagte Rob Subbaram, Volkswirt beim Finanzinstitut Lehman Brothers.

Auch der Sprecher des Statistikbüros, Zheng Jingping sagte, die steigenden Lagerbestände und die Möglichkeit eines neuen Investitionsbooms seien gute Gründe, an den von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen festzuhalten.

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