Aufschwung der Weltwirtschaft hält unvermindert an
Britische Notenbank hebt Leitzins an

Die Bank of England hat erwartungsgemäß den Zinssatz um 25 Basispunkte nach oben geschraubt. Es war bereits der dritte Zinsschritt seit November. Nach der Einschätzung von Experten soll mit dem Schritt der überhitzte Immobilienmarkt abgekühlt werden.

HB LONDON. Die Bank von England (BoE) hat ihren Leitzins am Donnerstag wie an den Finanzmärkten erwartet zum dritten Mal seit November um 25 Basispunkte angehoben. Der Schlüsselzins betrage nun 4,25 %, teilte die Zentralbank in London mit. Nach der Einschätzung von Experten soll mit dem Schritt der überhitzte Immobilienmarkt abgekühlt werden.

Der Aufschwung der Weltwirtschaft halte unvermindert an, erklärte die BoE. Das Wachstum der britischen Produktion liege im oder knapp über dem Trend und werde sich Umfragen zufolge weiter verstärken. Die Inflationsrate liege zwar unter der Zielmarke von zwei Prozent und werde wohl zunächst auch dort bleiben, aber der Inflationsdruck werde trotz des höheren Pfund-Kurses mittelfristig zunehmen. Volkswirte hatten im Vorfeld mit einer Zinserhöhung gerechnet.

Mit der Anhebung verteuert sich die Schuldenaufnahme in Großbritannien, die ohnehin schon deutlich mehr als in der Euro-Zone und den USA kostet, weiter. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird am Donnerstag über die Zinsen im Währungsgebiet entscheiden. Analysten gehen davon aus, dass sie den Schlüsselzins auf 2,00 % belässt. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins am Dienstag unverändert bei 1,00 % - dem niedrigsten Stand seit 1958 - gelassen. Allerdings hatten die Währungshüter deutlich signalisiert, dass bald das Ende der derzeitigen Niedrigzins-Phase bevorsteht.

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