Aufträge im April
Deutsche Industrie überraschend im Aufschwung

Eigentlich hatten Experten nur einem Plus von einem Prozent gerechnet. Doch nun ziehen die Bestellungen in der deutschen Industrie überraschend stark an. Die Meinung der Experten: „Ein starkes Comeback“.
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BerlinDie deutsche Industrie hat den Auftragseinbruch von März dank der steigenden Nachfrage aus der Euro-Zone wettgemacht. Die Bestellungen zogen im April um 3,1 Prozent zum Vormonat an, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Einen stärkeren Zuwachs gab es zuletzt im Juni 2013. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 1,3 Prozent gerechnet. Im März hatte es noch ein Minus von 2,8 Prozent gegeben. Das war der erste Rückgang nach zuvor vier Anstiegen in Folge und zugleich der stärkste seit anderthalb Jahren.

Während die Nachfrage aus dem Inland zu Beginn des zweiten Quartals stabil blieb, zog die aus dem Ausland um 5,5 Prozent an. Dabei wuchs das Neugeschäft mit den Euro-Ländern mit 9,9 Prozent besonders kräftig, das mit dem Rest der Welt legte um 3,1 Prozent zu. Besonders deutlich kletterte die Nachfrage nach Konsumgütern. Sie stieg um 7,1 Prozent. Bei den Investitionsgütern, zu denen beispielsweise Maschinen und Fahrzeuge gehören, gab es ein Plus von 4,4 Prozent. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern wie Chemikalien legte um 0,2 Prozent zu.

„Ein starkes Comeback“, meint Experte Carsten Brzseski von ING „Die Industrieaufträge sind der erste Beleg dafür, dass die Abkühlung der Wirtschaft am Ende des ersten Quartals eher ein Ausrutscher war und kein neuer Trend. Die heutigen Daten zeigen, dass zumindest die Industrie lebendig ist.“


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Aufträge im April: Deutsche Industrie überraschend im Aufschwung"

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  • PPS Es ist hier leider nicht möglich, zu editieren.
    Warum kümmere ich mich nicht um die kanadische Wirtschaft?
    Weil die meinen Kindern und deren Partnern faire Möglichkeiten bietet und Gehalt, was sie in der BRD nie erreicht hätten als gutausgebildete jüngere Menschen.

    Es ist mir aber bei meinen Besuchen in der BRD weiterhin ein Bedürfnis, junge Menschen nict in ihr Unglück rennen zu lassen.

    Ich denke, vor Arbeitgeber wie Ihnen kann man nur warnen,

  • Der Text ist nicht von mir, wie man sehen kann.Ich habe ihn von Querschüsse reinkopiert.

    "Wer mit 50 oder 55 noch einer körperlichen Arbeit nachgeht, der ist mit Verlaub selbst schuld"

    Da stimme ich zu. Meiner Meinung nach sollten Menschen, die in diesem Alter nur noch die Möglichkeit einer körperlichen Arbeit haben, lieber in ALG2 gehen.

    Ich denke, das ist auch in Ihrem Sinne.

  • "Hauptsächlich meine ich aber die ca. 2 Mio. Menschen in Deutschland die seit jeher von der Allgemeinheit ausgehalten werden. Alleinerziehende, Schulabbrecher, Kriminelle und Sozialbetrüger."

    Sorry, mir schwillt der Kamm, wenn ich sowas lese. Ich ahbe selbst bis zu meiner Pensionierung mit 56 jahrzehntelang Kinder von " Alleiunerziehenden" unter meinen Fittichen gehabt.
    Was massen Sie sich an, diese mit "Kriminellen" etc auf eine Stufe zu stellen?

    Wie kommt so eine Menschenverachtung zustande? Ist die deutsche Arbeitswelt noch schlimmer, als ich es mir nur habe vorstellen können? Sind diese Mütter "nichts wert"?

    Die wahren Sozialschmarotzer, mit Verlaub, sitzen heutzutage als Unternehmer an ihren Schreibtischen und werden von Euerem Staat gepampert.

    Es sind die gleichen, die noch fordern, Mütter sollten am liebsten abtreiben oder ihre Babys am liebsten schon mit 2 Monaten in eine Verwahrung geben, um den Herren Unternehmern den neuen Maserati und die neue Villa zu erarbeiten.

    Ich besuche gkeich noch meine alte Schule, wo ich jahrzehntelang angestellt war.

    Ich denke, man sollte die Eltern vieler fähiger Schüler dazu bringen, ihre Kinder nicht dem deustchen Unternehmertum vorzuwerfen, sondern ihnen einen Weg zu zeigen, erst fleissig zu lernen, zu üben, sich mit aller Macht zu bilden, um die BRD verlassen zu können und einer menschenwürdigeren Arbeitswelt zur Verfügung zu stehen.

    Wir haben schon 4 junge, gebildete Menschen nach Kanada geholt. Alle waren überrascht, wie angenehm man hier arbeiten kann, haben sie doch vorher die deutsche Arbeitshölle kennen gelernt.

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