Auftragseingang bricht erneut ein
Bauwirtschaft schwächelt weiter

Die seit Jahren rezessive deutsche Bauwirtschaft hat im Mai erneut einen Einbruch der Neuaufträge hinnehmen müssen. Preisbereinigt hätten die Betriebe der Branche 9,1 % weniger Aufträge erhalten als im Mai 2002, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Reuters WIESBADEN. Die Baunachfrage habe dabei im Hochbau um 13,2 % und im Tiefbau um 4,6 % abgenommen. Die Umsätze lagen den Angaben zufolge mit rund 6,9 Mrd. € 4,2 % unter dem Vorjahresniveau. Die Baubetriebe beschäftigten 801 000 Mitarbeiter - 10,8 % weniger als vor einem Jahr. Im April hatte der Auftragseingang um 14,5 % unter Vorjahresniveau gelegen.

Die Schwäche der Bauwirtschaft zu Jahresbeginn war mit dafür verantwortlich, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Vierteljahr zum Vorquartal schrumpfte. Angesichts des schwachen Starts haben inzwischen die Branchenverbände ihre Umsatzprognose für dieses Jahr deutlich gesenkt. So rechnet der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) mit einem Umsatzminus von sechs Prozent.

Die Umsätze in den ersten fünf Monaten 2003 lagen nach Angaben des Statistikamts um 8,9 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die Betriebe verzeichneten von Januar bis Mai 13,5 % weniger Aufträge, die Zahl der Beschäftigten lag mit durchschnittlich 784 000 um 10,5 % unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

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