Auftragsrückgänge vor allem bei Fahrzeugbauern
Eurozone: Industrieaufträge brechen ein

In der Eurozone sind die Auftragseingänge der Industrie im August überraschend und deutlich gefallen. Die Aufträge seien im August um 1,2 Prozent zum Vormonat gesunken, teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit. Zu den größten Verlieren zählt der Fahrzeugbau.

HB LUXEMBURG. Volkswirte hatten zuvor mit einem Anstieg um bis zu 0,5 Prozent gerechnet. Im Juli war der Auftragseingang noch um 2,0 Prozent (Erstschätzung +1,0 Prozent) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Auftragseingänge im August um 6,6 Prozent. Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang um 0,4 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Auftragseingänge noch um 2,9 (Erstschätzung +1,6 Prozent) Prozent im Jahresvergleich gestiegen.

Werden Schiff- und Bootsbau, Schienenfahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrzeugbau ausgenommen, so stiegen die Auftragseingänge in der Industrie in der Eurozone im August auf Monatssicht um 0,6 Prozent (Vormonat: minus 1,2 Prozent) und in der EU-27 um 2,0 Prozent (Vormonat: minus 3,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Auftragseingänge in dieser Berechnung in beiden Gebieten um 7,5 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Auftragseingänge für Maschinen- und Anlagenbau in der Eurozone um 2,3 Prozent und in der EU-27 um 5,6 Prozent. Elektrische und elektronische Erzeugnisse nahmen in der Eurozone um 1,1 Prozent zu, fielen aber in der EU-27 um 0,9 Prozent.

Der Index für Metallerzeugung und Herstellung von Metallerzeugnissen nahm um 0,3 Prozent bzw. 0,5 Prozent zu. Die chemische Industrie verzeichnete einen Rückgang von 0,5 Prozent in der Eurozone und von 1,0 Prozent in der EU-27. Textil- und Bekleidungsgewerbe fielen um 6,5 Prozent bzw. 3,5 Prozent.

Die Auftragseingänge im Fahrzeugbau wiesen einen Rückgang von 10,6 Prozent in der Eurozone und von 10,7 Prozent in der EU-27 auf. Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Auftragseingänge in der chemischen Industrie um 1,8 Prozent in der Eurozone und um 0,7 Prozent in der EU-27. Die Metallerzeugung und Herstellung von Metallerzeugnissen nahm um 3,1 Prozent bzw. 2,1 Prozent ab. Die Auftragseingänge für elektrische und elektronische Erzeugnisse fielen in der Eurozone um 5,2 Prozent und in der gesamten EU um 7,1 Prozent. Der Index im Maschinen- und Anlagenbau sank um 8,0 Prozent bzw. 8,5 Prozent.

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