Aufwertung des Frankens riskiert
Deutsche Bank: Schweizer Zinsschritt war "krasser Fehler"

Der Chefökonom der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat Kritik an der Erhöhung des Leitzinses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) am vergangenen Donnerstag hat geübt.

HB ZÜRICH. Er bezeichnete die leichte Erhöhung in einem Interview mit der Schweizer „Handelszeitung“ vom Mittwoch als „krassen Fehler“. Die Zinswende in der Schweiz sei zu früh erfolgt. „Es wäre besser gewesen, wenn die SNB mit der Zinswende bis ins nächste Jahr gewartet und die Leitsätze erst nach einem Zinsschritt der Europäischen Zentralbank angehoben hätte“, sagte Walter.

Nun riskiere die Schweizerische Nationalbank eine Aufwertung des Frankens, was eine schlechte Voraussetzung für den Export und die Konjunkturerholung in der Schweiz sei. Die Zinserhöhung sei zu einer Unzeit gekommen. In Europa dürften die Zinsen nach Einschätzung Walters „eher zu Mitte des nächsten Jahres als davor“ steigen. Laut Walter müssten sie sogar nochmals ein halbes Prozent gesenkt werden. Die europäische Konjunktur brauche noch eine Stütze.

Die SNB hatte am Donnerstag ihren Leitzins um ein Viertel Prozentpunkt angehoben. Das Zielband für ihren wichtigsten Zins, den Dreimonatslibor, erweiterte sie von 0,0 bis 1,0 %. Den Libor selbst will sie um 0,5 % halten.

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