August- und Juli-Daten
US-Einkaufsmanagerindex und Bauausgaben gefallen

Der nationale Index der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe der USA ist im August wie erwartet leicht gefallen, am US-Bau lässt die Wende weiter auf sich warten. An der Börse wurden die Konjunkturdaten als „optimal für die Zinssenkungsfantasie“ gewertet.

HB WASHINGTON. Nach Angaben des Institute for Supply Management (ISM) vom Dienstag verringerte sich der nationale Index auf einen Stand von 52,9 Punkten. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 53,0 vorhergesagt, nachdem im Vormonat für den viel beachteten Index ein Stand von 53,8 ausgewiesen worden war.

Der Index für den Auftragseingang fiel den Angaben zufolge auf 55,3 (Vormonat: 57,5). Der Subindex für die Auslieferungen wurden mit 50,0 (52,0) angegeben, jener für die Lagerbestände wies einen Stand von 45,4 (48,5) auf. Auch die Preiskomponente gab im August nach und fiel auf 63,0 (65,0) Punkte. Dagegen erhöhte sich die Beschäftigungskomponente auf 51,3 (50,2) Zähler und der Subindex für die Produktion legte auf 56,1 (55,6) zu.

Ein Stand des ISM-Index von über 50 signalisiert eine Expansion des verarbeitenden Gewerbes in den USA, ein Niveau unterhalb dieser Marke weist auf eine Kontraktion hin. Gleichzeitig betonte das ISM, dass ein Indexstand von mehr als 41,9 über einen längeren Zeitraum hinweg noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) signalisiert.

Die bisherige Korrelation zwischen dem ISM-Index und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung lasse angesichts eines durchschnittlichen Indexstandes von 53,1 in den Monaten Januar bis August auf eine Zunahme des realen BIP um 3,5 Prozent schließen, erklärte das Institut. Sollte sich der Indexstand des aktuellen Monats als Durchschnittswert für das gesamte laufende Jahr erweisen, sei hingegen mit einem Plus der Wirtschaftsleistung von 3,4 Prozent zu rechnen.

Die Bauausgaben verringerten sich im Juli nach Angaben des US-Handelsministeriums gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent auf eine saisonbereinigte Jahresrate von 1,169 Billionen Dollar. Ökonomen hatten im Vorfeld hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet. Die Ausgaben für private Bauten fielen um 0,7 Prozent auf 880,1 Milliarden Dollar. Die Bautätigkeit der öffentlichen Hand legte hingegen um denselben Betrag auf 289,0 Milliarden Dollar zu. Für Juni wurde der bisher gemeldete Rückgang um 0,3 Prozent allerdings auf plus 0,1 Prozent hoch revidiert.

An der Frankfurter Börse meinte ein Händler zu den Zahlen aus den USA: „Die Daten sind damit schwach genug, um Zinssenkungen in den USA zu rechtfertigen, aber nicht schwach genug, um gravierende Konjunkturängste zu wecken“.

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