Ausfuhren stiegen um 0,8 Prozent
Rekordexporte verringern US-Handelsbilanzdefizit

Ein Wachstum der US-Exporte auf Rekordniveau hat das Außenhandelsdefizit der weltgrößten Volkswirtschaft im September stärker als erwartet verringert.

HB WASHINGTON. Der Fehlbetrag der USA im Handel mit Waren und Dienstleistungen sank auf 51,6 (August 54,0) Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte.

Das Defizit lag damit zwar deutlich unter der durchschnittlichen Analystenerwartung von 53,5 Milliarden Dollar, aber dennoch auf dem dritthöchsten Niveau in der Geschichte des Landes. Die Ausfuhren kletterten zum Vormonat um 0,8 Prozent auf ein Rekordniveau von 97,5 Milliarden Dollar und signalisierten damit, dass der zuletzt wieder schwächere Dollar die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft im internationalen Handel spürbar erhöht hat.

Bei den Importen ergab sich ein leichter Rückgang um 0,8 Prozent auf 149,0 Milliarden Dollar. Im boomenden Handel mit China verbuchten die USA im September dagegen ein neues Rekorddefizit. Der Fehlbetrag mit der chinesischen Volkswirtschaft stieg auf 15,5 Milliarden Dollar.

Der Euro kletterte nach Vorlage der Daten zeitweise auf ein Rekordhoch knapp über 1,30 Dollar, fiel dann aber wieder deutlich zurück. Die Gemeinschaftswährung hatte zuletzt zum Dollar deutlich zugelegt, was auch auf Befürchtungen an den Märkten über das hohe Leistungsbilanzdefizit der USA zurückzuführen ist. Zur Finanzierung des Fehlbetrags ist die US-Wirtschaft auf massive Kapitalzuflüsse angewiesen, um eine Abwertung des Dollar zu verhindern.

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