Ausfuhren stiegen um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr
Deutsche Exporte sind im Oktober gestiegen

Deutsche Firmen haben im Oktober mehr Waren ins Ausland verkauft als im September. Die Exporte lagen saisonbereinigt 1,2 Prozent über dem Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt mit.

HB WIESBADEN. Damit lagen die Ausfuhren um 10,2 Prozent über dem Niveau von Oktober 2003. „Die Erholung in Deutschland scheint intakt zu sein“, sagte Gerd Haßel von der ING BHF-Bank. Die Importe stiegen zum September um 0,8 Prozent und lagen damit um 9,3 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Das Plus in der Handelsbilanz weitete sich damit aus auf 12,5 von revidiert 12,1 Milliarden Euro im September. Analysten hatten im Schnitt damit gerechnet, dass sich der Überschuss auf 10,7 Milliarden Euro verringert. In der Leistungsbilanz verbuchte Deutschland einen Überschuss von 6,9 Milliarden Euro. Der rapide steigende Kurs des Euro hatte zuletzt Befürchtungen geweckt, der Export als wichtigster Motor des deutschen Aufschwungs könnte an Zug verlieren. Der Euro überwand jedoch erst Mitte Oktober die Marke von 1,25 Dollar.

Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank sagte, der gestiegene Euro werde „durch eine immer noch starke Weltnachfrage mehr als ausgeglichen“. Insgesamt stützten die Außenhandelsdaten seine Annahme, dass der Außenhandel im vierten Quartal wieder einen positiven Wachstumsbeitrag bringen werde. Im dritten Quartal hatte die Außenwirtschaft das Wirtschaftswachstum gedämpft, das nur 0,1 Prozent zum Vorquartal betragen hatte.

Export in Drittländer legt ordentlich zu

Exportanstiege im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Amt sowohl im Handel mit den anderen EU-Ländern, der um fast zehn Prozent stieg, als auch mit Drittländern, der um gut elf Prozent zulegte. Von Januar bis Oktober exportierten die Firmen 10,2 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Importe legten in dem Zeitraum insgesamt um 7,3 Prozent zu.

„Der deutsche Außenhandel wird die Wirtschaft wieder aus der Wachstumsschwäche des dritten Quartals herausziehen können“, zeigte sich Haßel gewiss. Es sei erstaunlich, dass trotz des stark gestiegen Ölpreises im Oktober die Exporte noch über den Importen gelegen hätten. Ralph Solveen von der Commerzbank warnte jedoch davor, den Effekt der Euro-Aufwertung zu vernachlässigen. „Dies sind nur die Oktober-Zahlen und der Anstieg des Euro hat eigentlich im Oktober erst so richtig angefangen.“ Gleichwohl seien die Zahlen erfreulich und bedeuteten eine Korrektur des Export-Rückgangs im dritten Quartal.

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