Ausland aber weiter Wachstumsmotor
Maschinenbauer machen im Inland wieder gute Geschäfte

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer profitieren immer noch sehr stark vom boomendem Auslandsgeschäft. Doch auch die inländischen Kunden kaufen wieder.

HB DÜSSELDORF. Die Neubestellungen hätten im August um 12 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Donnerstag mit. Dabei sei das Inlandsgeschäft um 3 Prozent gestiegen, während im Ausland ein Plus von 18 Prozent erreicht wurde.

In den drei Monaten von Juni bis August legten die Auftragseingänge um 9 Prozent zu. Die Bestellungen aus dem Inland stiegen dabei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 Prozent, die Auslandsaufträge legten um 14 Prozent zu.

„Das dicke Plus im Auslandsgeschäft ist durch ein hohes Volumen im Anlagengeschäft geprägt“, erklärte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse. Aber auch im Inland setze sich der positive Trend der letzten Monate fort. Im Juli hatte es noch ein leichtes Minus beim Inlandsgeschäft gegeben.

Für das Gesamtjahr erwartet der Verband früheren Angaben zufolge 3 Prozent Wachstum. Bis Ende Juli konnte der VDMA seinem Konjunkturexperten Olaf Wortmann zufolge bereits ein Plus von 3,9 Prozent verzeichnen. Es sei aber noch zu früh, um sagen zu können, ob die Jahresprognose übertroffen werden könnte, betonte Wortmann. Zudem lägen noch keine Zahlen darüber vor, wie sich die Bundestagswahl auf die Branche ausgewirkt habe.

Auch Wortmann betonte, dass das Inlandsgeschäft seit der Jahreswende kontinuierlich ansteige. „Dies geschieht aber auf niedrigem Niveau“, unterstrich er. „Es gibt weiter eine starke Schere zwischen In- und Ausland“, sagte der Konjunkturexperte. Mit Blick auf die hohen Rohstoff- und Ölpreise ergänzte er, diese führten zwar zu Kostenbelastungen für die Branche. Andererseits kauften die Länder, die Rohstoffe lieferten, aber auch verstärkt Maschinen „Made in Germany“.

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