Auslastung geht zurück
US-Industrie schwächelt

Die Konjunkturschwäche hat die Industrie in den USA im Sommer nach unten gezogen.

HB WASHINGTON. Im August schrumpfte die Produktion so stark wie seit drei Jahren nicht mehr, wie die US-Notenbank am Montag mitteilte. Zugleich sank die Auslastung der Fabriken auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2004. Auch für die kommenden Wochen ist nicht mit einer Belebung zu rechnen: Die Stimmung in der Industrie New Yorks trübte sich im September überraschend ein. Experten erwarten keine schnelle Belebung.

Im Vergleich zum Juli sank die Gesamtproduktion um 1,1 Prozent, nachdem sie im Vormonat noch um 0,1 Prozent gestiegen war. Vor allem die Schwierigkeiten bei den Autoherstellern belasteten dabei: Hier sank der Ausstoß um 11,9 Prozent. Die Kapazitätsauslastung, die ein wichtiger Faktor für die Geldpolitik der US-Notenbank ist, lag im August bei 78,7 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten sich im Schnitt deutlich optimistischer gezeigt.

Auch für September ist keine Besserung in Sicht: Der Konjunkturindex der Fed von New York sank unerwartet auf minus 7,41 Zähler, nachdem er im Vormonat noch 2,77 Punkte im Plus notiert hatte. Einziger Lichtblick war der Rückgang bei der Inflation; die Kosten sanken so stark wie nie seit Einführung des Index 2001. Der Grund dafür dürfte der deutlich gesunkene Ölpreis sein, sagte Postbank-Experte Brian Mandt. Unter dem Strich deute der Index allerdings auf eine Stagnation in der Industrie hin. Das Barometer gehört zu den ersten Indikatoren, die Aufschlüsse über die Entwicklung der Industrie geben.

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