Außenhandel
Export-Boom kühlt sich etwas ab

Der Export läuft in Deutschland trotz der Euro-Stärke weiter rund. Allerdings: Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres mit jeweils zweistelligen Zuwächsen, flachte sich das Wachstum im April etwas ab.

HB WIESBADEN. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden Waren im Wert von 69,9 Milliarden Euro ausgeführt, das waren „nur“ 8,4 Prozenten mehr als im Vorjahr. Wie auch in den Vormonaten stiegen im April die Einfuhren stärker als die Ausfuhren. Die Importe kletterten um 13,4 Prozent auf 58,7 Milliarden Euro. Grund dafür seien die hohen Öl- und Gaspreise gewesen, die Importe verteuerten, aber auch die Belebung der Binnenkonjunktur.

Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber März um 4,3 Prozent und die Importe um 2,5 Prozent zu. „Der Außenhandel ist weiterhin das Zugpferd der deutschen Volkswirtschaft“, erklärt Anton Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) in Berlin. Nach dem fulminanten Start ins neue Jahr lägen die Wachstumsraten beim Export nun in dem für 2006 prognostizierten Trend von acht Prozent.

Die meisten Waren gingen in die Mitgliedstaaten der EU, die stärksten Zuwächse gab es allerdings im Handel mit so genannten Drittstaaten. Dies unterstreiche einmal mehr die weltweite Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, erklärte der BGA-Präsident.

Die Exporte in die EU stiegen im April um 7,2 Prozent auf 44,9 Milliarden Euro, die Importe legten um 10 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro zu. In Ländern der Euro-Zone gingen Produkte im Wert von 30,4 Milliarden Euro (plus 5,6 Prozent). Die Einfuhren von dort stiegen um 8,4 Prozent auf 25,8 Milliarden Euro.

Ein kräftiges Plus von 10,6 Prozent auf 25,0 Milliarden Euro gab es bei den Exporten in Drittstaaten. Noch stärker legten die Importe mit 19,8 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro zu. Ursache waren vor allem die hohen Rohstoffpreise sowie die boomenden Ausfuhren aus China.

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