Außenhandel
Exporte überschreiten 2008 Billionengrenze

Die deutschen Exporte werden im kommenden Jahr erstmals über einer Billion Euro liegen. Dennoch wird Deutschland mit seinen 82 Millionen Einwohnern 2008 seinen Titel als Exportweltmeister an China mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern verlieren.

dri DÜSSELDORF. In China legen die Ausfuhren jährlich um 20 Prozent zu – in Deutschland sollen sie 2008 um neun Prozent und 2007 um acht Prozent wachsen. Zu diesem Ergebnis kommt der Wirtschaftsverband DIHK nach einer Umfrage bei den deutschen Außenhandelskammern. Positiv für Deutschland ist aber nach Aussage des DIHK-Chefvolkswirts Axel Nitschke, dass auch an 60 Prozent der chinesischen Exportprodukte deutsche Unternehmen beteiligt sind.

Der Export wächst in diesem und dem nächsten Jahr zwar langsamer als im Rekordjahr 2006, als er um 14 Prozent wuchs. Dies hat laut DIHK aber auch damit zu tun, dass in Deutschland die Binnennachfrage angezogen hat: Etliche Produkte würden daher im Inland verkauft, anstatt exportiert zu werden. Ein Teil des langsameren Zuwachses ist allerdings der 2007 leicht abgekühlten Weltkonjunktur geschuldet. Vor allem das Geschäft mit den USA habe nachgelassen. Dass der Schnupfen der US-Konjunktur keine Grippe in Deutschlands Exportkonjunktur ausgelöst hat, ist wiederum vor allem der Dynamik in China, Indien und Russland zu verdanken: In diese Länder verzeichnen die Exporte zweistellige Wachstumsraten.

Anders als der Industrieverband BDI erwartet der DIHK nicht mehr, dass die deutschen Exporteure weiter Weltmarktanteile gewinnen: Der starke Euro werde deutsche Produkte verteuern. Zusätzlich seien die Löhne in Deutschland zum Teil stärker gestiegen als anderswo.

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