Außenhandel
Exportindustrie verliert ihren Schwung

Die Exporteure haben im März mehr verkauft als im Vorjahreszeitraum, dennoch hat ihr Geschäft etwas an Schwung verloren. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Ausfuhren zurück. Das Wachstum im verarbeitenden Gewerbe hat sich hingegen beschleunigt.

HB BERLIN/WIESBADEN. Der Wert der Ausfuhren stieg im März auf 83,9 Milliarden Euro. Das waren 9,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Von Februar auf März sanken die Ausfuhren aber saisonbereinigt um 1,4 Prozent.

Der Wert der importierten Waren stieg auf 65,5 Milliarden Euro. Das war ein Plus von 4,6 Prozent zum Vorjahr und ein Minus von 3,0 Prozent zum Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg der Exporte von 0,3 Prozent zum Vormonat gerechnet und ein Minus bei den Einfuhren von 0,9 Prozent erwartet.

Das Wachstum des Umsatzes im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands hat sich im März beschleunigt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilt, wurde ein realer Umsatzzuwachs von arbeitstäglich bereinigt 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet, nach plus 7,2 Prozent im Februar. Der Inlandsumsatz stieg um 8,5 Prozent, die Erlöse im Geschäft mit den ausländischen Abnehmern nahmen um 13,4 Prozent zu. Dabei lag der Umsatz mit den Ländern der Eurozone um 10,9 Prozent über dem Vorjahresniveau, während beim Absatz in das übrige Ausland ein Plus von 15,5 Prozent verbucht werden konnte.

Innerhalb der Wirtschaftszweige schnitt der Maschinenbau mit einer Zuwachsrate von 25,1 Prozent im Jahresvergleich am besten ab (Inland: plus 16,5 Prozent, Ausland: plus 31,9 Prozent), gefolgt von der Herstellung von Metallerzeugnissen mit einem Plus von 11,6 Prozent (Inland: plus 9,6 Prozent, Ausland: plus 16,8 Prozent). Den geringsten Zuwachs unter den von der Größe her wichtigsten Wirtschaftszweigen registrierte die Rundfunk- und Nachrichtentechnik mit einer Steigerung um 3,9 Prozent (Inland: plus 3,4 Prozent, Ausland: plus 4,2 Prozent).

Im Vergleich zum Vormonat stieg der reale Umsatz saison- und arbeitstäglich bereinigt um 2,3 Prozent nach plus 0,5 Prozent im Februar. Der Inlandsabsatz legte auf Monatssicht 1,7 Prozent und das Geschäft mit ausländischen Abnehmern 3,1 Prozent zu. Innerhalb des Auslandsgeschäfts nahm der Absatz in die Eurozone um 0,9 Prozent zu, für das restliche Ausland wurde ein Umsatzplus von 4,9 Prozent registriert.

»  Wie die Märkte auf die Daten reagieren

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