Außenhandelsdefizit US-Exporte nach China brechen ein

Der hohe Ölpreis treibt das US-Außenhandelsdefizit in neue Höhen. Die Importe legen um 5,2 Prozent zu - deutlich stärker als die Exporte. Allein die Ausfuhren nach China gingen um ein Fünftel zurück.
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Die Nachfrage nach ausländischen Produkten in den USA wächst. Quelle: dapd

Die Nachfrage nach ausländischen Produkten in den USA wächst.

(Foto: dapd)

Das US-Außenhandelsdefizit hat sich im Januar stärker als erwartet ausgeweitet. Die Lücke zwischen Importen und Exporten stieg auf 46,34 Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. 

Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Fehlbetrag von lediglich 41,50 Milliarden Dollar gerechnet. Im Dezember betrug das Defizit revidiert 40,3 Milliarden Dollar. 

Getrieben vom höheren Ölpreis legte der Wert der Einfuhren zum Vormonat um 5,2 Prozent auf 214,1 Milliarden Dollar zu. Dies ist der größte monatliche Anstieg seit März 1993. Dieser Zuwachs deutet auch darauf hin, dass die Binnennachfrage in den USA anzieht. Das Außenhandelsdefizit weitete sich aus, da das Exportwachstum mit dem Tempo der kräftig zulegenden Einfuhren nicht Schritt halten konnte. Die Ausfuhren legten nur um 2,7 Prozent zu auf 167,7 Milliarden Dollar. Dies ist allerdings ein Rekordwert. Der bisherigen Höchstwert von 165,7 Milliarden Dollar wurde im Juli 2008 erreicht - kurz bevor die Lehman-Pleite die Weltwirtschaft in die Krise stürzte. 

Im Handel mit China gingen die US-Exporte um mehr als ein Fünftel auf 8,1 Milliarden Dollar zurück. Die Volksrepublik steigerte ihrerseits ihre Ausfuhren in die USA leicht auf 31,4 Milliarden Dollar. 

Das US-Handelsbilanzdefizit wird an den Märkten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet. Weil die USA mehr konsumieren als sie produzieren, muss die Lücke durch massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland geschlossen werden. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.

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