Außenwirtschaftsbarometer
Deutscher Export verliert an Schwung

Das Wachstum der deutschen Exporte wird sich nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) 2006 leicht abschwächen. Vor allem der hohe Ölpreis stelle eine Gefahr für die Konjunktur dar.

HB BERLIN. Der BDI erwartet für dieses Jahr ein Exportplus von 5,4 Prozent nach 10,4 Prozent im vergangenen Jahr, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten BDI-Außenwirtschaftsbarometer hervorgeht. Im Herbst 2004 hatte der BDI noch ein Ausfuhrwachstum für 2005 von 6,1 Prozent erwartet.

Für das kommende Jahr rechnen die BDI-Mitgliedsverbände nun mit einem Exportzuwachs von fünf Prozent. Etwa 44 Prozent der deutschen Waren-Ausfuhren seien im ersten Halbjahr in die Euro-Zone gegangen und damit rund ein Prozentpunkt mehr als vor einem Jahr. Das Gewicht der USA und Chinas als Zielregion der Exporte sei annähernd gleich geblieben.

Die Exportprognosen der BDI-Mitgliedsunternehmen liegen etwas unter denen der deutschen Auslandshandelskammern. Diese gehen von einem Exportplus von sieben Prozent in diesem und gut sechs Prozent im nächsten Jahr aus.

BDI-Hauptgeschäftsführer Ludolf von Wartenberg sagte laut Redetext ergänzend: „Die hohen Ölpreise bremsen die weltwirtschaftliche Entwicklung höchstens ab, aber unserer schwachen Konjunktur können sie schnell das Genick brechen. Bei unserem zögerlichen Wachstumstempo bedeutet Bremsen Stillstand.“ Insgesamt aber sei die Stimmung der deutschen Exportwirtschaft gut.

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