Aussichten
Europas Einkaufsmanager sind optimistisch

In der Eurozone hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Mai etwas stärker als zunächst ermittelt aufgehellt: Sie stieg auf ein Acht-Monats-Hoch. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, blicken die Dienstleister ebenfalls optimistischer in die Zukunft.

HB LONDON. Der Gesamtindex sei von 41,1 Punkten im Vormonat auf 44,0 Punkte geklettert, teilte das Forschungsunternehmen Markit am Mittwoch in London mit. In der Erstschätzung waren noch 43,9 Punkte ermittelt worden. Auch der Indikator für den Dienstleistungssektor wurde in der zweiten Schätzung leicht nach oben revidiert. Er stieg von 43,8 Punkten im Vormonat auf revidierte 44,8 Punkte. In der Erstschätzung waren 44,7 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung dieser Zahl gerechnet. In der Industrie hatte sich die Stimmung nach Zahlen vom Montag von 36,8 auf 40,7 Punkte aufgehellt.

Ab einem Wert von 50 Punkten deuten die Indikatoren auf einen Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität hin. Liegen die Kennzahlen unter diesem Wert, kann von einem Rückgang ausgegangen werden.

Auch die deutschen Dienstleister fassen wieder Mut. Ihre Geschäftsaussichten schätzten sie im Mai so optimistisch ein wie seit Januar 2008 nicht mehr, wie die Marktforscher von Markit am Mittwoch zu ihrer Umfrage unter 500 Unternehmen mitteilten. Knapp 27 Prozent erwarten demnach in den kommenden zwölf Monaten Geschäftszuwächse und nur knapp 18 Prozent Einbußen. Die neue Zuversicht basiere auf der Erholung der Weltwirtschaft und einer wieder anziehenden Nachfrage. Sie habe alle großen Service-Branchen erfasst – von Hotels und Gaststätten bis hin zu Finanzdienstleistern.

Im Mai verzeichnete der Sektor allerdings den achten Monat in Folge Geschäftseinbußen. Sie fielen aber geringer aus als in den drei Vormonaten. Der Einkaufsmanagerindex legte um 1,4 auf 45,2 (Erstschätzung 46,0) Punkte zu und blieb damit unter der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. „Wegen der anhaltenden Konjunkturkrise konnte der Rückgang des Auftragseingangs im Mai zwar nicht gestoppt, jedoch weiter gebremst werden“, hieß es. Gleichzeitig bauten die Unternehmen so viele Stellen ab wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr.

Trotz erneut gesunkener Kosten konnten die Dienstleister ihre Profitabilität nicht steigern. „Ausschlaggebend hierfür war, dass sich die Dienstleistungsunternehmen aufgrund des starken Wettbewerbsdrucks genötigt sahen, auf die mit Nachdruck geforderten Preisnachlässe einzugehen“, hieß es.

In Frankreich, der zweitgrößten Wirtschaft des Währungsraums, stieg der Dienstleistungsindex stärker als ursprünglich gemeldet. In Italien, wo keine Erstschätzung durchgeführt wird, verbesserte sich die Stimmung, während sich die Stimmung in Spanien verschlechterte.

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