Bank of England warnt
„Kreditkrise längst nicht ausgestanden“

Die britische Zentralbank warnt vor neuen Verwerfungen an den Finanzmärkten. In ihrem jüngsten Bericht zur Stabilität des Finanzmarktes zeichnet die Bank of England ein unerwartet düsteres Bild. Für eine Entwarnung sei es nach den Turbulenzen, die die Kapitalmärkte im Sommer erschüttert haben, noch viel zu früh.

mm LONDON. „Die Kreditkrise ist noch lange nicht ausgestanden“, heißt es in dem Bericht. Die Londoner City und das gesamte Finanzsystem sei anfällig für neue Schocks. Besondere Gefahr drohe jetzt den Aktienmärkten und dem Immobilienmarkt.

Der Leitindex der Londoner Börse hatte sich nach einem Einbruch im Sommer rasant wieder erholt und stand Mitte August kurz vor einem Sieben-Jahreshoch. Seither haben die Kurse aber wieder spürbar nachgegeben. Erst in der vergangenen Woche hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einer schweren Immobilienkrise in Großbritannien nach dem Muster der USA gewarnt.

Nach Einschätzung des IWF könnte auf einigen Immobilienmärkten des Kontinents ein ähnlicher Einbruch drohen, wie er derzeit die US-Wirtschaft erschüttert. In seinem halbjährlichen „World Economic Outlook“ warnt der Fonds, dass der Immobilienmarkt in Großbritannien noch stärker überbewertet sei als in den USA, bevor dort die Preise abzusacken begannen.

Der rapide Preisverfall am US-Immobilienmarkt war der unmittelbare Auslöser der so genannten Subprime-Krise. Beflügelt durch den jahrelangen Aufschwung vergaben US-Banken immer leichtfertiger Darlehen auch an Klienten mit zweifelhafter Kreditwürdigkeit. Als die Immobilenpreise zu fallen begannen und immer mehr der Subprime-Kunden ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten, rutschten eine Reihe von US-Hypothekenbanken in eine bedrohliche Schieflage oder sogar in die Pleite.

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