Bauhauptgewerbe
Weniger Aufträge und weniger Beschäftigte am Bau

Das deutsche Baugewerbe leidet unter steigenden Rohstoffpreisen und der Abschwächung der Konjunktur. Beschäftigung und Aufträge sind rückläufig, meldete das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden.

HB WIESBADEN. Im Mai gingen bei den Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern preisbereinigt sieben Prozent weniger Aufträge ein als im Vorjahresmonat. Besonders stark war der Rückgang im Hochbau mit 11,7 Prozent. Im Tiefbau betrug das Minus zwei Prozent. Da die Auftragsbücher bislang noch gut gefüllt sind und viele Großprojekte jahrelang abgearbeitet werden, stieg der Gesamtumsatz im Mai um 3,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter sank um 20 000 auf 696 000 Beschäftigte. Damit kam der Stellenaufbau zum Stillstand. Das deutsche Baugewerbe hatte 2007 erstmals seit zwölf Jahren wieder neue Stellen geschaffen. Getragen vom konjunkturellen Aufschwung beschäftigten die Baufirmen im vergangenen Jahr 714 000 Mitarbeiter, das waren 3000 mehr als im Vorjahr. Für 2008 rechnet die Branche aber wieder mit weniger Stellen.

Wegen des guten ersten Quartals zeigen die Zahlen der ersten fünf Monate nur eine leichte Abschwächung. Von Januar bis Mai sanken die Auftragseingänge preisbereinigt um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und die Beschäftigung ging um 1,8 Prozent zurück. Der Umsatz lag mit 29 Milliarden Euro um 7,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie machen die steigenden Kosten für Rohstoffe wie Stahl und Zement der Branche zu schaffen. Die Kalkulation von Projekten werde dadurch immer schwieriger. Wegen der teuren Rohstoffe würden die Baupreise anziehen.

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