BDI-Präsident Grillo: Aufschwung kommt im Herbst

BDI-Präsident Grillo
Aufschwung kommt im Herbst

Ein kleines Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent ist in diesem Jahr drin, sagt der Chef des Deutschen Industrieverbandes, Ulrich Grillo. Das läge besonders an den steigenden Exporten. Mehr wäre aber eigentlich besser.
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BerlinDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet trotz jüngster Anzeichen für eine Abschwächung mit einem Anziehen der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte. „Die deutsche Wirtschaft wird nach einem kalten Winter im zweiten Halbjahr aufdrehen“, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo in einem am Samstag verbreiteten Gespräch mit der „WirtschaftsWoche“. „Unsere BDI-Schätzung von 0,8 Prozent Wachstum in diesem Jahr können wir halten.“

Zwar gäbe es innerhalb Europas Schwierigkeiten, aber die Exporte würden insgesamt um 3,5 Prozent zunehmen, argumentierte Grillo. Außerhalb Europas gäbe es weniger Probleme.

Die USA wüchsen trotz Haushaltssperre robust, ebenso die großen Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China. „Und ob China nun etwas mehr oder weniger als acht Prozent wächst, ist für unsere Ausfuhren nicht entscheidend.“ Allerdings sagte Grillo auch: „Seien wir ehrlich: Eigentlich müssten wir mehr schaffen.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Als ob es Randale gäbe, wenn die Prognose bei 0 % statt 0,8 läge. Maulerei hat Hochkonjunktur.

  • Unsere Exporte sind breit gestreut. Target2 sinkt, während Exporte steigen. Ihre Argumente daher falsch. Kummulierte Exporte der "letzten 20 Jahre" einfah mal mit dem Target2 Saldo vergleichen und aufwachen.

  • Nun,ich dachte bei den Exporten schon eher an die U-Boote für Griechenland im Preis von etwa 2 Milliar- den. Da soll die Firma Ferrostahl ein besonders gutes Werk getan haben, und griechischen Regierungsbeteilig- ten Geschenke im zweistelligen Millionenbereich ge- macht haben, damit Minister und Verwaltung nicht hun- gern müssen. Mit den zweistellige Millionenbeträgen kommen natürlich auch Herrscherfamilien in Drittwelt-ländern ganz gut über die Runden. Allerdings wäre eine Exportgenehmigung dorthin nicht ohne Weiteres zu erwar- ten.
    Es geht also nicht um den Export von Überschüssen (Nahrung, Altkleider), die die Märkte in der 3. Welt stören und oftmals auch zerstören, sondern um das Geld, das den Steuerzahlern hier für sinnlose Produktion , die nicht bezahlt wird, aus den Rippen geleiert wird.

    Das Prinzip in den 1930er Jahren war wohl eher, den individuellen Arbeitslosen zu beschäftigen. Trupp 1 gräbt die Grube auf, Trupp 2 macht die Grube zu und reingepackt wird nichts.

    Heute jedoch "helfen" wir nicht dem Einzelnen, sondern den notleidenden Staaten, der notleidenden Finanzwirt-schaft und der notleidenden Industrie.

    Die Rente der Arbeitnehmer darf gerne verpfändet werden, wenn nur Herr Winterkorn seine 14 Millionen jährlich an Gehalt bezieht.

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