„Beige Book“
Fed warnt erneut vor Inflationsgefahr

Die US-Notenbank Fed warnt immer lauter vor den wirtschaftlichen Folgen des hohen Preisdrucks und findet in ihrem aktuellen Konjunktur-Bericht deutliche Worte. Das Vertrauen der Verbraucher sehen die Notenbanker durch die Kostenanstiege bei Energie und Lebensmittel gefährdet. Auch ansonsten zeichnet die Fed ein recht düsteres Bild von der Lage der US-Wirtschaft.

HB WASHINGTON. Der private Verbrauch, eigentlich die Stütze der US-Wirtschaft, habe deutlich nachgelassen, was sich an schwachen Einzelhandelsumsätzen ablesen lasse. Der inneramerikanische Tourismus scheine darüber hinaus unter den hohen Spritkosten zu leiden. Die meisten US-Bürger verreisen innerhalb ihres Landes mit dem Auto und müssen dafür immer tiefer in die Tasche greifen.

In ihrem am Mittwoch veröffentlichten sogenannten „Beige Book“ zeichnet die Fed weiter ein recht düsteres Bild der US-Konjunktur. Zuletzt sei die Wirtschaftsaktivität niedrig geblieben beziehungsweise in einigen Landesteilen sogar noch schwächer geworden. Insbesondere der Immobilienmarkt stehe weiter unter erheblichem Druck. Neben den Verbrauchern sei auch die Industrie von den starken Preiserhöhungen bei Energie und Rohstoffen wie Metallen und chemischen Vorprodukten betroffen. Es sei ihr aber zum Teil gelungen, die höheren Kosten auf die Kunden abzuwälzen.

Analysten erklärten, die Notenbank habe ihre Warnung vor der hohen Inflation in dem Bericht weiter verschärft. „Das Beige Book klingt noch ein bisschen mehr besorgt über die Inflation“, sagte Scott Brown, Chefvolkswirt bei Raymond James & Associates. Ob die aktuelle Bestandsaufnahme jedoch ausreichen werde, die Fed Ende des Monats zu einer Zinserhöhung zu bewegen, sei nicht sicher, meinte Robert Brusca von Fact & Opinion Economics in New York.

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