Beige Book
US-Wirtschaftswachstum solide und moderat

Die US-Wirtschaft ist der Notenbank Fed zufolge im März und in der ersten Aprilhälfte weiter gewachsen. Mit Blick auf die Inflation heißt es im Konjunkturbericht "Beige Book", Hauptsorge seien weiterhin die hohen Energiepreise.

HB WASHINGTON. Das US-Wirtschaftswachstum wird der jüngsten Konjunkturumfrage der Federal Reserve zufolge in den meisten Fed-Bezirken des Landes als „solide“ oder „moderat“ dargestellt. Im Verarbeitenden Gewerbe sowie bei den Dienstleistern hätten die Firmen mit höheren Einkaufspreisen zu kämpfen, die sie aber nicht ohne weiteres in den Verkaufspreisen weitergeben könnten.

Die im Rahmen des aktuellen Beige Book erhobenen Daten bilden die Grundlage der geldpolitischen Beratungen des FOMC am 10. Mai, in deren Ergebnis überwiegend mit einer abermaligen Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf dann 5,00% gerechnet wird. Äußerungen von Fed-Offiziellen, vor allem bei den Beratungen des Offenmarktausschusses (FOMC) am 28. März, hatten an den Märkten die Erwartung genährt, dass die Fed nunmehr vor dem Ende ihres aktuellen Zinserhöhungszyklus steht.

Mit Blick auf den Arbeitsmarkt wird in den Berichten der Fed-Distrikte eine gewisse Verknappung von Arbeitskräften erwähnt, was vor allem für bestimmte hoch qualifizierte Berufe gelte. Die Verhältnisse seien „eng“ bzw „würden enger“. Die Löhne seien daher in einigen Bezirken - New York, Dallas und Kansas City - weiter im Aufwärtstrend.

US-Industrie und -Verbraucher sind offenbar weiter guter Dinge. Die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sahen ihren Wirtschaftssektor weiterhin im Aufwind. Auftragseingänge und Gewinne lagen allgemein über dem Vorjahresniveau. Auch im Dienstleistungssektor war die Aktivität zufolge höher als im Vorjahr.

In den meisten Landesteilen sind zudem die Einzelhandelsumsätze gestiegen. An den für den Privaten Konsum wichtigen Märkten für Wohnimmobilien ist unterdessen eine anhaltende Abkühlung festzustellen. Dies zeigte sich zunächst aber nur in den im Jahresabstand langsamer steigenden Preisen. Dagegen hellten sich die Aussichten für die Gewerbeimmobilienmärkte vielerorts auf.

Die Aktivität bei der Kreditnachfrage ist durchwachsen. Einer sinkenden Nachfrage nach Konsum- und Hypothekenkrediten standen steigende Darlehen für kommerzielle Zwecke gegenüber.

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