Beratungen über Finanzmarktkrise
Trichet deutet Zinserhöhung an

Die Spitzen der Europäischen Union bemühen sich erneut um eine Beruhigung der turbulenten Finanzmärkte. Auch nachdem der britische Baufinanzierer Northern Look am Freitag ins Trudeln geraten war, sehen die Finanzminister der Eurogruppe keinen Grund zur Panik. EZB-Chef Trichet deutete schon einmal die Möglichkeit einer Zinserhöhung an.

PORTO. Der Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker sagte nach dem Treffen, die Wirtschaft in der Währungsunion sei „ausreichend robust, um die gegenwärtigen Risiken zu bewältigen“. Es gebe „keinen Anlass, von einer dramatischen Entwicklung zu sprechen“. Ähnlich äußerten sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und EU-Währungskommissar Joaquin Almunia.

Trichet sagte, die Zentralbank bleibe ungeachtet der Störungen auf den Finanzmärkten bei ihren optimistischen Wachstumsäußerungen für den Euroraum. Juncker, Trichet und Almunia räumten allerdings erneut ein, dass die Krise die Wachstumsaussichten leicht dämpfen werde. Die Finanzminister bekräftigten die Prognose der EU-Kommission vom vergangenen Dienstag, wonach 2007 Wachstumseinbußen von 0,1 Prozent zu erwarten seien.

Vor dem Hintergrund des ins Trudeln geratenen britischen Hypothekenfinanzierers Northern Rock sagte Almunia, die Wirtschaft des Euroraums habe weiterhin ein sicheres Fundament. Allerdings seien die „Unsicherheiten größer geworden“. Trichet deutete erneut die Möglichkeit einer Zinserhöhung an. „Die Risiken für die Preisstabilität des Euro wachsen“, so der EZB-Chef. Die Zentralbank hatte kürzlich eine zuvor angekündigte Zinserhöhung aus Rücksicht auf die Kreditkrise zunächst ausgesetzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%