Bericht der Uno-Kommission
Mexiko und Brasilien sichern Aufschwung

Die Volkswirtschaften Lateinamerikas bleiben im laufenden Jahr auf Wachstumskurs. Nach der jetzt veröffentlichten Prognose der Uno-Wirtschaftskommission für Lateinamerika (Cepal) wächst das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Region im Jahr 2006 um durchschnittlich fünf Prozent.

MEXIKO-STADT. Vor allem das überraschend stabile Wachstum in den USA habe sich positiv auf die Länder Lateinamerikas ausgewirkt, sagte Cepal-Generalsekretär José Luis Machinea: „Zudem werden die beiden größten Volkswirtschaften, Brasilien und Mexiko, stärker wachsen als vermutet.“ Das BIP beider Länder wird in diesem Jahr um jeweils vier Prozent zulegen. Trotz der positiven Entwicklungen bleibt Lateinamerika aber in der Wachstumsdynamik hinter anderen Schwellenregionen zurück.

Das Wachstum in der Region stütze sich im Wesentlichen auf eine vorteilhafte externe Konjunktur, die sich in einem anhaltenden Wachstum der Weltwirtschaft und großer Liquidität auf den internationalen Märkten niederschlage, schreibt die Uno-Kommission in ihrer „Wirtschaftsstudie für Lateinamerika und die Karibik 2005/2006“. Dies habe sich positiv auf die Exporte und den Handel insgesamt ausgewirkt.

Am stärksten wächst 2006 die Wirtschaftsleistung in der Dominikanischen Republik und Venezuela mit je acht Prozent, gefolgt von Argentinien mit 7,6 Prozent. Venezuelas BIP-Anstieg wird vor allem durch den Export von Erdöl getragen, während der Aufschwung in der Dominikanischen Republik hauptsächlich vom Tourismus und der Lohnveredelungsindustrie herrührt. In Argentinien erholt sich die Industrie nach wie vor von der Wirtschaftskrise der Jahre 2002/2003. Zudem erzielt das südamerikanische Land hohe Einkünfte durch den Rohstoffverkauf nach Asien.

Knapp über oder knapp unter dem Durchschnitt wachsen in diesem Jahr Panama (6,5 Prozent), Peru (5,8 Prozent), Chile (5,6 Prozent), Kolumbien (4,8 Prozent) und Bolivien (4,2 Prozent). Haiti, das ärmste Land der westlichen Hemisphäre, bildet das Schlusslicht beim Wachstum in der Region. Die Wirtschaft des karibischen Krisenstaates wächst Cepal zufolge nur um 2,5 Prozent.

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