Bericht von US-Notenbankchef Alan Greenspan
US-Leistungsbilanzdefizit nicht von Dauer

Trotz der Deckungslücke in der Leistungsbilanz von mehr als sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts haben die USA kaum Probleme mit der Finanzierung des immens hohen Defizits. Für den scheidenden US-Notenbankchef Alan Greenspan ist der Dollar der Erfolgsgarant.

HB WASHINGTON. Die jüngste Stärke des Dollar ist nach Einschätzung von US-Notenbankchef Alan Greenspan ein Beleg dafür, dass die USA kaum Probleme mit der Finanzierung ihres immens hohen Defizits in der Leistungsbilanz haben. „Trotz der Deckungslücke in der Leistungsbilanz von mehr als sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts haben wir, beziehungsweise die Instanzen, die die Wirtschaft ausmachen, kaum Probleme, die ausländischen Ersparnisse anzuziehen, die zur Finanzierung notwendig sind“, sagte der Chef der US-Notenbank (Fed) laut Redetext bei einer Konferenz der Banco de Mexiko in Mexiko-Stadt am Montag.

Der scheidende Chairman der US-Notenbank, Alan Greenspan, hat jedoch davor gewarnt, dass die US-Leistungsbilanzdefizite nicht von Dauer sein können. „Defizite, die eine stetig wachsende Auslandsverschuldung zur Folge haben, können kein ewiges Phänomen sein“, sagte Greenspan am Montag bei einer geldpolitischen Konferenz in Mexiko City. Ab einem gewissen Punkt, so warnte Greenspan, werden sich die ausländischen Investoren aus der Finanzierung dieser Defizite zurückziehen.

Dennoch äußerte sich der Fed-Chairman zuversichtlich darüber, dass eine solche Anpassung - die eine stärkere Dollar-Abwertung und steigende Zinsen zur Folge hätte - von der US-Wirtschaft verdaut werden könne.

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