Bericht zur Stabilität der Finanzmärkte
IWF warnt vor Billion-Dollar-Risiken

Die Alarmstimmung hält an: Der Internationale Währungsfonds (IWF) befürchtet als Folge der Krise am US-Hypothekenmarkt und anderen Teilen der Kreditmärkte Verluste von nahezu einer Billion Dollar. In seinem Bericht zur Stabilität der Finanzmärkte beklagt der Fonds dramatische Mängel im weltweiten Finanzsystem – und schlägt einschneidende Änderungen vor.

HB WASHINGTON. Der Internationale Währungsfonds (IWF) befürchtet 945 Milliarden US-Dollar (603 Mrd. Euro) Verluste als Folge der von den USA ausgehenden Finanzkrise. Diese entstünden durch die fallenden US-Immobilienpreise, Hypothekenausfälle, aber auch durch andere Kreditarten sowie mit Geschäftsimmobilien und bei Verbraucherkrediten, schreibt der IWF in seinem aktuellen Bericht zur Stabilität der weltweiten Finanzmärkte.

Allein in Verbindung mit ausfallgefährdeten US-Wohnungsfinanzierungen und fallenden Preisen für solche Immobilien könnten Verluste von rund 565 Milliarden Dollar auflaufen. Zwar seien die Schätzungen unpräzise, doch stehe der Finanzsektor vor weiteren Belastungen.

Die Kreditkrise habe sich in den vergangenen sechs Monaten verschärft. Obwohl die Notenbanken mehrfach Geld in den Markt gepumpt hätten, stünden die Finanzmärkte weiter unter Druck. Zudem stiegen die Sorgen über Beeinträchtigungen der Realwirtschaft.

Erhöhte Risiken für die globale Finanzstabilität

In seinem Bericht schlägt der IWF einschneidende Änderungen vor. Die aktuelle Krise habe die ganze Zerbrechlichkeit des Systems aufgezeigt. Dabei seien Grundsatzfragen zur Effizienz der Krisenreaktionen von privatwirtschaftlichen und staatlichen Institutionen aufgeworfen worden. Die Risiken für die Stabilität wiesen nach oben. Bestehende Sorgen zur Stabilität des Gesamtsystems würden noch verschärft durch Verschlechterungen in Einzelbereichen, wie schlechteren Kreditqualitäten oder Liquiditätsproblemen begleitet von Erschwernissen bei der Kreditbeschaffung.

Die Herausforderung liege nun darin, schnelle Schritte zur Risikominderung einzuleiten, heißt es in dem IWF-Bericht. Es müssten Notfall- und Sanierungspläne entworfen werden. Zugleich müssten die Grundursachen für die Finanzkrise angegangen werden. Der Fonds unterteilt seine Vorschläge in kurzfristig und eher längerfristig angesetzte.

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