Beschäftigungsbarometer
Deutscher Jobmotor springt wieder an

Der deutsche Arbeitsmarkt scheint seine anderthalbjährige Schwächephase endgültig überwunden zu haben. Mehrere Frühindikatoren weisen darauf hin, dass das Jobwunder bald neuen Schwung bekommen dürfte
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BerlinDas vom Ifo-Institut exklusiv für das Handelsblatt berechnete Beschäftigungsbarometer hat, nachdem die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit im Januar zum zweiten Mal in Folge gesunken war, im Februar einen Sprung auf den höchsten Stand seit Mai 2012 gemacht. „Die Bereitschaft, neues Personal einzustellen, hat vor allem im Dienstleistungssektor zugenommen“, sagte Ifo-Ökonom Klaus Wohlrabe, der die Umfrage unter 9.500 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft betreut, dem Handelsblatt (Mittwochausgabe).

Das Ifo-Barometer notiert jetzt bei 108 Punkten. Bei der Befragung können die Unternehmen ihre Planungen für die Beschäftigtenzahl für die nächsten drei Monate mit „zunehmen“, „gleich bleiben“ oder „abnehmen“ kennzeichnen. Der Index weist damit eher auf die Entwicklung der Erwerbstätigkeit hin. Angesichts der hohen Zuwanderung war im vergangenen Jahr sowohl die Erwerbstätigkeit als auch die Arbeitslosigkeit gestiegen.

Inzwischen scheint wegen der anziehenden Konjunktur der Arbeitsmarkt auch die größer gewordene Zahl von Erwerbspersonen gut aufnehmen zu können. So stieg das vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berechnete Arbeitsmarktbarometer zum vierten Mal in Folge. Am Donnerstag veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit die Arbeitsmarkzahlen für Februar.

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  • Das dürfte nichts gutes verheissen, stellt doch vor allem der Dienstleistungssektor ein, dessen schlimme Arbeitsbedingungen schon bekannt sein dürften.
    Demzufolge dürften für diejenigen, die es betrifft, auch noch schlimmeres als bislang auf dem Jobcenter erleben, wenn es wieder sehr viel mehr dieser Zeitarbeits,-Wachdienst, Reinigungs-, Kellner-oder Einzelhandelsjobs gibt.

    Das, was also vielfach als "tolle Meldung" verkauft wird, dürfte eher einer Jobkatastrofe mit 10.000en von neuen Niedriglohnjobs entsprechen mit noch mehr Möglichkeiten der Sanktionen.

    Das einzigst positive, was ich diese Woche lesen durfte, war, dass die Dienstleister wieder verhaltener in die Zukunft blicken.
    Eh sich das aber in verschwindenden Elensjobs niederschlägt, vergehen viele, viele Monate.

    Die Entwicklung ist also wieder mal sehr unschön. Hoffentlich findet die deutsche Wirtschaft keine Leute, die ihren Mist mahcen wollen.

  • Aus einer Vollzeitstelle kann man eine Teilzeit- und eine Praktikantenstelle machen. So steigt derzeit die Erwerbstätigkeit. Der Arbeitsmarkt wird vorsätzlich zerlegt. Danach wundert man sich warum der Konsum trotz einer enormen Zuwanderung rückläufig ist.

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