Bessere Zahlen als im Vormonat
Einzelhandel rutscht noch tiefer ins Minus

Der deutsche Einzelhandel ist im Oktober noch tiefer ins Minus gerutscht als im Monat zuvor. Der Umsatz ging im Jahresvergleich real um 3,7 Prozent zurück. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch auf der Basis von Daten aus sechs Bundesländern mit.

HB WIESBADEN. Jedoch haben die deutschen Einzelhändler im Oktober mehr verkauft als noch im September. Die Umsätze seien kalender- und saisonbereinigt nominal um 1,6 % und ohne Preisveränderungen (real) um 1,7 % gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Damit setzte die Branche allerdings nominal 3,4 % weniger um als im Oktober 2003. „Es wurde somit im vierten Monat in Folge jeweils das Vorjahresergebnis verfehlt“, erklärten die Statistiker.

Optimistisch blicken die Händler jetzt auf das Weihnachts-Geschäft. Seit der zweiten Novemberhälfte gebe es einen Stimmungsumschwung, sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr. Vor allem in Großstädten und in großen Einkaufs-Centern hätten die Kassen geklingelt. „Die Stimmung ist gut“, sagte der Sprecher.

Im September waren die realen Einnahmen der Branche zum Vormonat nach revidierten Daten der Bundesbank um 0,2 % gefallen und hatten 2,0 % unter dem Niveau des Vorjahres gelegen. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres hat sich damit ein reales Umsatzminus von 1,7 % aufsummiert.

Analysten hatten die realen Umsätze im Oktober um 0,1 % unter dem Niveau des Vormonats gesehen und einen Rückgang zum Vorjahr um 2,0 % erwartet. Der Einzelhandel hat inzwischen die Hoffnung auf das erste Umsatzplus nach zwei Jahren mit Einnahmerückgängen für das laufende Jahr aufgegeben und rechnet mit einem nominalen Umsatzminus von 0,5 %.

Lebensmittel-Geschäfte mussten ein Umsatzminus von real knapp vier Prozent verbuchen, Fachgeschäfte wie zum Beispiel Getränkemärkte und Fischgeschäfte verkauften sogar fast sechs Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln konnte nur der Fachhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten real etwas mehr einnehmen. Alle anderen Branchen blieben nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats. Das größte Minus erlitt der Versandhandel, dessen Umsätze um 13 % fielen.

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