Bestenfalls 0,5 Prozent Wachstum: BDI erwartet fünf Millionen Arbeitslose

Bestenfalls 0,5 Prozent Wachstum
BDI erwartet fünf Millionen Arbeitslose

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) geht angesichts der weltweiten Unsicherheit durch den Irak-Krieg und der Probleme im Inland von steigenden Arbeitslosenzahlen in Deutschland aus.

rtr/vwd HANNOVER. „Fünf Millionen Arbeitslose im nächsten Winter sind nicht mehr unvorstellbar“, sagte BDI-Präsident Michael Rogowski am Montag zum Auftakt der Hannover Messe. Bis die von der Bundesregierung geplanten Reformen richtig griffen, dauere es zwei bis drei Jahre.

Der BDI bekräftige seine schwache Wachstumsprognose für 2003 von allenfalls 0,5 Prozent. Auch der für die deutsche Wirtschaft besonders wichtige Export werde allenfalls um zwei bis drei Prozent zunehmen, sagte Rogowski. Der BDI-Präsident forderte von der Bundesregierung, über die geplanten Reformen hinauszugehen.

Die Verwerfungen zwischen Europa und den USA im Zusammenhang mit dem Irak-krieg werden kurz- und mittelfristig die Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands mit den USA nicht beeinträchtigen. Eine Ausnahme seien allerdings Öffentliche Aufträge, sagte Michael Rogowski, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, laut Redetext am Montag während der Hannover Messe.

Er begründete seine Einschätzung mit der Intensität der Beziehungen und den auf Gegenseitigkeit bestehenden Investitionen. Aber langfristig sei es wichtig, dass diese Wirtschaftsbeziehungen von gemeinsamen politischen Vorstellungen getragen würden. Deshalb müsse man alles daran setzen, die bestehenden transatlantischen Brücken zu nutzen, sagte Rogowski.

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