Betrag an Hotel zurückgezahlt
Welteke will rechtlich gegen Medien vorgehen

Bundesbank-Präsident Ernst Welteke will nach eigenen Worten juristisch gegen wahrheitswidrige Medienberichte über ihn vorgehen.

HB FRANKFURT. Der Artikel der Tageszeitung „Die Welt“ mit der Überschrift „Der letzte Tanz“ vom Donnerstag enthalte die größte Anzahl wahrheitswidriger Tatsachenbehauptungen, hieß es in einer Erklärung, die von der Bundesbank im Namen Weltekes verbreitet wurde. „Dagegen wird er von heute an aus allen rechtlichen Gründen anwaltlich vorgehen. Ob gegen weitere Presseorgane vorgegangen werden kann, bleibt einer weiteren Prüfung vorbehalten.“

Der Bundesbank-Chef war am Mittwoch der Empfehlung des Bundesbank-Vorstandes nachgekommen, sein Amt angesichts der Ermittlungen gegen ihn im Zusammenhang mit einem umstrittenen Hotelaufenthalt in Berlin ruhen zu lassen. Die Dresdner Bank hatte Welteke und seiner Familie zu Silvester 2001 aus Anlass der Euro-Bargeldeinführung einen viertägigen Hotelaufenthalt im Berliner Luxushotel Adlon bezahlt. Welteke und die Bundesbank zahlten den Betrag auf öffentlichen Druck am Montag zurück, nachdem der Bundesbank-Chef sein Vorgehen zunächst verteidigt hatte. Der Bundesbank-Präsident steht unter großem Druck von Medien und Bundesregierung, wegen dieses Vorfalls sein Amt niederzulegen. Welteke hat den Medien mehrmals vorgeworfen, eine Kampagne gegen ihn zu veranstalten.

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