Betriebs-Umfrage
Stellenangebote in Deutschland sinken

Die Konjunkturabschwächung wirft nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern erste Schatten auf den deutschen Arbeitsmarkt: Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) rechnet in den kommenden Monaten mit einer sinkenden Arbeitskräfte-Nachfrage.

HB NÜRBERG. „Auf mittlerer Sicht wird das Stellenangebot voraussichtlich weiter abnehmen“, stellte das Forschungszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BA) in einer am Montag veröffentlichten Analyse fest.

Bei einer Befragung von 8000 Betrieben im zweiten Quartal habe sich ergeben, dass die Zahl später zu besetzender Stellen weiter sinke; diese Tendenz sei bereits seit drei Quartalen zu beobachten, berichteten die Arbeitsmarktforscher. Fachleute bewerten dies als ein Hinweis, dass die Unternehmen wegen der schlechter werdenden Auftragslage beim Personal zurückhaltender planen.

Als Hinweis auf eine demnächst drohende leichte Eintrübung am Arbeitsmarkt bewerten Arbeitsmarkt-Experten auch das kontinuierlich sinkende Angebot freier Stellen in Unternehmen – also ohne Ein-Euro-Jobs und anderer geförderter Stellen. Ihre Zahl sei seit Januar 2007 um knapp 250 000 auf jetzt 946 000 gesunken. Im Vergleich zum ersten Quartal 2008 sank die Arbeitskräfte-Nachfrage um 12 000.

Für das Jahr 2008 erwartet das IAB allerdings weiterhin eine positive Beschäftigungsentwicklung. Darauf deute unter anderem die aktuell steigende Zahl sofort zu besetzender Stellen hin. Ihr Anteil an allen offenen Stellen liege mit 78 Prozent rund vier Prozent über dem Vorquartal und neun Prozentpunkte über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insgesamt hatte das IAB bei seiner Betriebs-Umfrage im zweiten Quartal 2008 rund 1,13 Millionen offene Stellen ermittelt – und damit 15 000 weniger als im Vorquartal.

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