Bies: "US-Zinsen müssen letztlich über Inflation liegen"
Neuer Schub für Zins-Spekulationen

Der für die Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) verantwortliche Offenmarktausschuss soll am 29. und 30. Juni über die künftige Richtung der US-Notenbankpolitik beschließen. Nach Worten von Fed-Gouverneurin Susan Schmidt Bies ist das derzeitige Zinsniveau in den USA zu niedrig.

HB WASHINGTON. „Wir wissen, dass die Zinsen auf lange Sicht zu niedrig sind und letztlich über die Inflation steigen müssen“, sagte das Mitglied des Direktoriums der US-Notenbank (Fed) am Dienstag bei einer Konferenz in Washington. Mit weitergehenden Äußerungen zur Zinspolitik der US-Notenbank (Fed) hielt sie sich jedoch zurück, nachdem sie bereits zuvor angekündigt hatte, über alles zu sprechen, nur nicht über das Treffen des für die Geldpolitik der Fed verantwortlichen Offenmarktausschusses (FOMC) in der kommenden Woche.

Das Gremium soll am 29. und 30. Juni über die künftige Richtung der US-Notenbankpolitik beschließen. Viele Volkswirte rechnen mit einer Erhöhung des als Schlüsselzins der Fed geltenden Zielsatzes für Tagesgeld um 25 Basispunkte. Dieser liegt derzeit mit 1,00 % auf dem niedrigsten Niveau seit 1958. Im Mai hatte die Verbraucherpreis-Inflation in den USA im Vorjahresvergleich in der Kernrate - ohne die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel und Energiepreise - 1,7 % betragen.

Auf Fragen von Journalisten, warum sie sich überhaupt während der Phase vor dem FOMC-Treffen, in der die Fed-Mitglieder traditionell nicht zur Geldpolitik Stellung nehmen, zu den Zinsen geäußert habe, antwortete sie später: „Das war keine Voraussage. Das war lediglich die Feststellung einer Tatsache“.

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