Binnenkonjunktur in Deutschland bleibt schwach
Chancen auf Konjunkturerholung steigen

Die Chancen auf eine weitere wirtschaftliche Erholung in Deutschland haben sich im Juli einer Umfrage unter Finanzmarktexperten zufolge leicht verbessert.

HB MANNHEIM. Der Saldo der Konjunkturerwartungen in der monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Analysten und institutionellen Anlegern stieg auf 48,4 von 47,4 Punkten, wie das ZEW am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 47,0 Zähler gerechnet. Im Juni war der Indikator zum ersten Mal seit Jahresbeginn wieder gestiegen.

Die gegenwärtige Lage bewerteten die Finanzmärkte ebenfalls etwas positiver; der entsprechende Index stieg auf minus 69,3 von minus 69,8 Zählern im Juni. Das Barometer für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in der Euro-Zone fiel im Juli auf 55,5 von 56,8 Zählern.

„Das ist prinzipiell eine erfreuliche Nachricht, aber die Finanzanalysten warten offenbar immer noch auf markante binnenwirtschaftliche Impulse“, erklärte ZEW-Chef Wolfgang Franz. Der Anstieg des Indikators sei vor allem auf den starken deutschen Export und die gute weltwirtschaftliche Nachfrage zurückzuführen. Schwach bleibe indes die Binnenkonjunktur.

Für Ralph Solveen von der Commerzbank spricht der Indikator damit zwar für eine Fortsetzung der Erholung, gleichzeitig mahnte der Ökonom aber: „Ein richtiger Aufschwung wird das nicht.“

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