Binnenkonjunktur lahmt weiter
Produktion steigt auch im Mai deutlich

Die deutsche Industrie hat im Mai deutlich mehr produziert als erwartet. Dabei profitiert sie allerdings vor allem von der globalen Nachfrage.

HB Berlin. Während nach Ansicht von Experten die lahme Binnenkonjunktur einer kräftigen Erholung weiter im Wege steht, leben die Firmen vor allem von der globalen Nachfrage.

Das Produzierende Gewerbe stellte saisonbereinigt 1,1 % mehr her als im April, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) am Donnerstag mitteilte. „Es deutet darauf hin, dass das BIP im zweiten Quartal mindestens so stark gestiegen ist wie in den ersten drei Monaten“, sagte Ralph Solveen von der Commerzbank mit Blick auf das Wachstum von 0,4 % zu Jahresbeginn. „Vielleicht könnte es jetzt sogar einen Tick stärker sein.“

Grund zur Sorge bleibt aber für Volkswirte die schwache deutsche Binnennachfrage. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Produktionszuwachs von 0,4 % gerechnet, nachdem die Erzeugung bereits im April um 1,4 % gestiegen war. Zum Mai 2003 erhöhte sich die Produktion um 4,2 %.

Das Ministerium hatte für Mai bereits am Mittwoch einen überraschend starken Zuwachs der Aufträge für die Industrie von 1,6 % gemeldet, der allerdings ausschließlich durch die kräftige Auslandsnachfrage zu Stande gekommen war. „Das Konjunkturbild bleibt unverändert: Die Industrie profitiert von der starken Weltnachfrage, und wir warten weiter auf das Überspringen auf die Binnenkonjunktur“, sagte Solveen. Die Industrie verzeichnete mit 1,2 % den größten Produktionszuwachs. Die Energiewirtschaft produzierte 0,8 % mehr, während die Baubranche ihre Herstellung um 0,4 % senkte.

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