BIP
China vor neuem Wachstum-Rekord

Die chinesische Wirtschaft ist auf Kurs für das stärkste Wachstum seit mehr als zehn Jahren. Damit rückt ein Ablösen Deutschlands als drittstärkste Volkswirtschaft der Welt immer näher. Doch der Boom hat auch für China selbst Schattenseiten.

HB PEKING. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr wahrscheinlich um 11,7 Prozent zulegen, so stark wie seit 1994 nicht mehr, teilte die chinesische Notenbank. Sie kündigte eine Fortsetzung ihrer Politik moderater Zinserhöhungen an, um einer Überhitzung der Wirtschaft entgegenzusteuern. Mit dem fünften zweistelligen Wachstum in Folge könnte China noch in diesem Jahr Deutschland als drittstärkste Volkswirtschaft der Welt ablösen.

Investitionen, Handel und Konsum liefen auf Hochtouren, erklärte die Notenbank. Der Inflationsdruck lasse nicht nach, trotz mehrfacher Versuche, mit Zinserhöhungen gegenzusteuern. Die Teuerungsrate werde 2007 bei 4,6 Prozent liegen und damit deutlich über dem Regierungsziel von drei Prozent. 2008 werde die Inflation sogar wohl auf fünf Prozent steigen.

Vor allem gestiegene Lebensmittelpreise insbesondere für Getreide und Schweinefleisch sind der Zentralbank zufolge dabei Hauptantriebskraft. Aber auch höhere Arbeitskosten und Rohstoffpreise trügen dazu bei. Das rasante Exportwachstum werde sich etwas verlangsamen. Grund dafür sei vor allem eine geringere Nachfrage aus den USA und Versuche der Regierung, die Exporte einzuschränken und die Importe zu erhöhen.

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