BIP
HWWI und IW korrigieren Wachstumsprognosen

Das Hamburgische WeltwirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Wachstumsprognose für 2008 deutlich erhöht. Die Aussichten für das kommende Jahr wurden dagegen gesenkt. Auch das IW korrigierte seine Vorhersagen.

HB BERLIN. Für 2008 prognostizieren die Experten nun ein Wachstum von 2,2 Prozent, teilte das HWWI mit. Damit wurde die bisherige Prognose von 1,3 Prozent deutlich nach oben korrigiert. Für das kommende Jahr rechnet das HHWI nun mit einer Wachstumsrate von 1,1 Prozent, nach bisher 1,3 Prozent.

Die günstigeren Aussichten für das laufende Jahr begründen die Experten vor allem mit dem starken Wachstum im ersten Quartal, obwohl sich die Rahmenbedingungen weiter verschlechtert hätten. Auch sei die günstige Entwicklung zu Jahresbeginn durch Sondereffekte beeinflusst worden. Andererseits zeige sich die deutsche Wirtschaft bislang recht robust gegenüber dämpfenden Einflüssen wie der internationalen Finanzkrise, der Eurostärke und dem Anstieg der Energiepreise. Doch werde sich die Konjunktur diesen dämpfenden Effekten nicht auf Dauer entziehen können.

"Immer mehr Indikatoren deuten auf eine Abschwächung im weiteren Jahresverlauf hin", schreiben die Ökonomen. Sollten sich die Probleme nicht weiter zuspitzen, sei jedoch um die Jahreswende mit einer Wiederbelebung der Konjunktur und im Laufe des kommenden Jahres mit einer Anknüpfung an den Aufschwung zu rechnen. Die Beschäftigung werde zunächst kaum zunehmen. Die Inflationsrate werde selbst bei Beruhigung der Ölpreise in diesem Jahr annähernd drei Prozent betragen und auch 2009 kaum unter die Zwei-Prozent-Marke fallen.

Auch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erhöhte seine Wachstumsprognose für 2008 deutlich. Wegen des starken Auftaktquartals werde sie von 1,7 auf 2,5 Prozent angehoben. Damit würde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) genauso stark zulegen wie 2007. Von Januar bis März hatte die Wirtschaft auch dank Sondereffekten wie dem milden Winter das stärkste Quartalswachstum seit rund 15 Jahren erzielt. Für 2009 bleiben die Forscher bei ihrer Prognose von 1,3 Prozent.

Getragen werde der Aufschwung in diesem Jahr von den hohen Investitionen der Unternehmen, hieß es. Der private Konsum wachse dagegen trotz der steigenden Beschäftigung nur um etwa ein Prozent. „Die gestiegene Inflation verhindert hier größere Sprünge“, sagte IW-Konjunkturchef Michael Grömling. Auch der Außenhandel könne nicht mehr die gewohnten Wachstumsimpulse geben.

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