BIP im 1. Quartal
Euro-Zone lässt USA und Japan weit hinter sich

Trotz der Schuldenkrise in Südeuropa ist die Wirtschaft in der Euro-Zone stark ins Jahr gestartet. Allerdings gibt es einige Sorgenkinder. Und die Aussichten für den ganzen Euroraum sind auch nicht mehr ganz so gut.
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BerlinIm ersten Vierteljahr zog die Konjunktur in den 17 Ländern des Währungsraums um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal an, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in einer zweiten Schätzung bestätigte. Die Wirtschaft in den USA legte nur um 0,5 Prozent zu, die japanische schrumpfte wegen des Erdbebens und der Flutkatastrophe sogar um 0,9 Prozent.

Die Länder in der Euro-Zone erholen sich jedoch nicht gleichmäßig. Während Deutschland als größte Volkswirtschaft mit 1,5 Prozent und Frankreich als Nummer zwei mit einem Prozent für deutlichen Schub sorgen, stockt die Erholung in vielen Sorgenländern. Italien schaffte nur ein Miniwachstum von 0,1 Prozent, Spanien blieb mit 0,3 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt und in Portugal gab es mit 0,7 Prozent sogar das zweite Minus in Folge.

Die griechische Wirtschaftsleistung kletterte zwar um 0,8 Prozent, war aber Ende 2010 auch um kräftige 2,8 Prozent eingebrochen. Griechenland, Irland und Portugal konnten eine Staatspleite nur dank Milliarden-Hilfen der europäischen Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) verhindern.

Experten gehen davon aus, dass die Erholung in der Euro-Zone ihren Höhepunkt überschritten hat. Die EU-Kommission erwartet für den Währungsraum 2011 ein Wachstum von 1,6 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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